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Archive for Januar, 2007

Premium ready

Im Rückblick: Mein Lieblingshasswort in 2006 war Premium. Als Beobachter von Werbetexten im unteren Qualitätsbereich, z.B. als regemläßiger Leser von Aldi-Werbeheftchen, kann man sich ja an allerschönstem Unsinn erfreuen, je nach Charakter auch darunter leiden. Neben Bonmots wie “jetzt noch knusper knusper” zu Cornflakes oder “echte wahnsinnige 1,6 Mhz” im Laptop war im letzten Jahr die unaufhaltsame Entsinnung des Wortes “Premium” zu verfolgen. Als Wischiwaschi-Kennzeichnung für angeblich besseres, also selbstverständlich teureres ist dem Begriff natürlich eine große Karriere im Kapitalismus in die Wiege gelegt. Das hört aber keinesfalls bei den Internetpräsenzen von Magazinen auf, die neben ihren im Rückschluss anscheinend schlechteren Texten auch “Premiuminhalte” anbieten. Das gipfelt nun sogar in der Bezeichnung “Premium ready” für einen Windows Vista PC, der nicht nur sofort einsetzbar ist, sondern noch sofortiger. Könnte mir das mal bitte jemand auf einer Zeitachse genauer erklären?

“Schräger als Fiktion” von Marc Forster

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Being Harold Crick

Harold Crick ist ein penibler Ordnungsfanatiker, der sein Leben perfekt in Raum- und Zeiteinheiten einteilt. Ein absoluter Langweiler und Spießer, der bei einer Steuerbehörde arbeitet. Als er eine Stimme im Kopf hört, merkt er, dass er bloß eine Romanfigur ist, die zudem bald sterben soll …

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“Weltverbesserer auf dem Schlachtfeld” von Teresina Moscatiello

Das Szenario ist an Skurrilität kaum zu überbieten: Auf einem Stützpunkt der US-amerikanischen Armee in Bayern verdingen sich Studenten, Hausfrauen und Arbeitslose mit Kopftüchern und Turbanen bekleidet als Statisten für wochenlange Manöver für den Krieg im Irak …
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Zuerst erschienen in Filmstart 02/07

Der Wixxer unwixxig

Heute war die Pressevorführung zum zweiten Wixxer-Film, danach gab es noch eine große Pressesause mit den Beteiligten Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Christiane Paul, Helmut Zerlett u.a. Nachdem ich mir den ersten geschenkt hatte, weil ich dachte, dass ist eh nur deutsches TV-Comedy Format fürs Kino aufgeblasen, bin ich diesmal hingegangen, obwohl es tatsächlich genau das Befürchtete ist …

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Bobby Conn: King for a day

Großes Entertainment mit doppeltem Boden

Bobby Conn treibt schon an die zehn Jahre sein Unwesen als Entertainer und ist doch nach wie vor ein recht unfassbares Phänomen. Phänomen muss man schon sagen, denn mit der Bezeichnung Musiker kommt man bei Bobby Conn nicht weit, da ist mehr …

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“Last Days” von Gus van Sant

Im Vorfeld war schon viel zu hören über Gus Van Sants neues Projekt. Die letzten Tage von Kurt Cobain solle er behandeln, und von einem großen Meisterwerk war die Rede.

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(Bundesstart: 11.1.2007)

Zuerst erschienen in Filmstart 01/07

“Enron – The Smartest Guys in the Room” von Alex Gibney

Vor zwei Jahren porträtierte der deutsche Regisseur Klaus Stern mit seinem Film Weltmarktführer – Die Geschichte des Tan Siekmann die Firma Biodata und seinen Manager, das ein klassisches Beispiel für die aufgeblähte New Economy lieferte, die abstrakte Millionen- und Milliardengeschäfte abwickelte, bevor sie wie ein Ballon zerplatzte …
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(Bundesstart: 25.1.2007)

Zuerst erschienen in Filmstart 01/07

Jacques Tardi: Killer stellen sich nicht vor

Jacques Tardi ist vor allem für zweierlei bekannt: Literaturadaptionen und politische Themen. Meist treffen seine beiden Spezialitäten auf den Kriegsschauplätzen dieser Welt zusammen: In den Weltkriegen ebenso wie den Kriegen im Alltag, die in der Literaturform des Krimis ihre Heimat gefunden haben …

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“Unser täglich Brot” von Nikolaus Geyrhalter

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Steril inszenierte und arrangierte Bilder aus der Nahrungsmittelindustrie. Die gezeigten einzelnen Arbeitsabläufe erscheinen befreit von ihrem Kontext und werden in genau ausgewählten Bildausschnitten präsentiert …

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Filmförderung in Deutschland: Der schwierige Spagat

Sparmaßnahmen im Kulturbereich sind seit Jahren an der Tagesordnung – auch beim Film. Doch Anfang 2007 ist ein neues Produktionskostenerstattungsmodell in Kraft getreten, mit dem zusätzlich zu den bisherigen Filmförderungsmaßnahmen jährlich 60 Millionen Euro für Produktionen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden …
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Zuerst erschienen in Filmstart 02/07

Comic-Anthologien: Herrensahne & Orang

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Zwei deutschsprachige Comic-Anthologien, die in Format und Umfang recht ähnlich angelegt sind, konzeptuell aber unterschiedlich funktionieren, fallen seit Jahren immer wieder sehr positiv auf: Das von Sascha Hommer herausgegebene „Orang“ aus Hamburg und „Herrensahne“ aus Düsseldorf, Herausgegeben von Tobias Dahmen.

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