Premium ready

Im Rückblick: Mein Lieblingshasswort in 2006 war Premium. Als Beobachter von Werbetexten im unteren Qualitätsbereich, z.B. als regemläßiger Leser von Aldi-Werbeheftchen, kann man sich ja an allerschönstem Unsinn erfreuen, je nach Charakter auch darunter leiden. Neben Bonmots wie „jetzt noch knusper knusper“ zu Cornflakes oder „echte wahnsinnige 1,6 Mhz“ im Laptop war im letzten Jahr die unaufhaltsame Entsinnung des Wortes „Premium“ zu verfolgen. Als Wischiwaschi-Kennzeichnung für angeblich besseres, also selbstverständlich teureres ist dem Begriff natürlich eine große Karriere im Kapitalismus in die Wiege gelegt. Das hört aber keinesfalls bei den Internetpräsenzen von Magazinen auf, die neben ihren im Rückschluss anscheinend schlechteren Texten auch „Premiuminhalte“ anbieten. Das gipfelt nun sogar in der Bezeichnung „Premium ready“ für einen Windows Vista PC, der nicht nur sofort einsetzbar ist, sondern noch sofortiger. Könnte mir das mal bitte jemand auf einer Zeitachse genauer erklären?

Der Wixxer unwixxig

Heute war die Pressevorführung zum zweiten Wixxer-Film, danach gab es noch eine große Pressesause mit den Beteiligten Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Christiane Paul, Helmut Zerlett u.a. Nachdem ich mir den ersten geschenkt hatte, weil ich dachte, dass ist eh nur deutsches TV-Comedy Format fürs Kino aufgeblasen, bin ich diesmal hingegangen, obwohl es tatsächlich genau das Befürchtete ist …

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„Enron – The Smartest Guys in the Room“ von Alex Gibney

Vor zwei Jahren porträtierte der deutsche Regisseur Klaus Stern mit seinem Film Weltmarktführer – Die Geschichte des Tan Siekmann die Firma Biodata und seinen Manager, das ein klassisches Beispiel für die aufgeblähte New Economy lieferte, die abstrakte Millionen- und Milliardengeschäfte abwickelte, bevor sie wie ein Ballon zerplatzte …
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(Bundesstart: 25.1.2007)

Zuerst erschienen in Filmstart 01/07

Filmförderung in Deutschland: Der schwierige Spagat

Sparmaßnahmen im Kulturbereich sind seit Jahren an der Tagesordnung – auch beim Film. Doch Anfang 2007 ist ein neues Produktionskostenerstattungsmodell in Kraft getreten, mit dem zusätzlich zu den bisherigen Filmförderungsmaßnahmen jährlich 60 Millionen Euro für Produktionen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden …
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Zuerst erschienen in Filmstart 02/07