
Mit Last Days hat Gus Van Sant konsequent den Stil der Vorgänger Gerry und Elephant fortgesetzt. In langen Einstellungen und ohne viele Dialoge entwirft er hier vor allem eine atmosphärische und emotionale Annäherung an sein Thema … lesen
Eine längere Rezension von mir zum Film gibt es hier.
(Alamode, VÖ: 11.5.2007)
Schrullige Außenseiterballade
Ana und Nicolae sollen einen geklauten Wagen von Wien nach Rumänien überführen. Die scheinbar einfache Aktion gerät schnell außer Kontrolle … lesen
(Bundesstart: 11.5.2007)
Zuerst erschienen in choices 06/07
Karussell der Träume
Sein Leben läuft nicht gerade nach Plan: Jorge kümmert sich um seinen pflegebedürftigen Vater, während er versucht, sein BWL-Studium zu beenden. Der Bruder Antonio sitzt im Gefängnis. Durch ihn lernt er Paula kennen.
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(Bundestart: 21.6.2007)
Zuerst erschienen in choices 6/07

Mit seiner rasanten Entwicklung hin zum vom Free Jazz beeinflussten Singer/Songwriter hat Tim Buckley auf ewig eine Ausnahmestellung in der Musikgeschichte belegt …
‘Tim Buckley: My Fleeting House (DVD)’ weiterlesen
Fröhliche Depression
Sie hängen eng aufeinander: Der adoleszente Sohn wohnt noch bei den Eltern, die ältere Tochter über ihnen im selben Hochhaus. Doch die Probleme in der Familie sind trotz der Nähe offensichtlich. Für seinen zweiten Film konnte Christian Moris Müller den renommierten Kameramann Jürgen Jürges gewinnen. Der prägt den Film um die unterschwelligen Aggressionen in einer scheinbar intakten Familie mit seinen langen Plansequenzen dann auch erheblich. Der Film beobachtet separat die vier Familienmitglieder während eines Tages. In scheinbar beliebigen Alltagsszenen sehen wir die vier einzeln oder in Interaktion mit den anderen Familienmitgliedern. So ergibt sich langsam ein Gesamtbild einer Familie und der Beziehung der einzelnen Personen zu einander mit all den daraus resultierenden Abhängigkeiten. Ein ungewöhnlicher und genauer Blick auf den angeblichen Kern unserer Gesellschaft.
INTERVIEW
‘“Vier Fenster” von Christian Moris Müller (Interview)’ weiterlesen

Wie ich Fan wurde
Nein, ich bin kein Fan der ersten Stunde, sondern erst mit „Elephant“ dazu gestoßen und auch seit dem eher Respekt zollender Gelegenheitshörer als permanent ausrastender Fan. Aber vielleicht ist das beides ganz gut, um einerseits kritische Distanz zu wahren, andererseits aber vor allem die Freiheit zu haben, jetzt Fan zu werden … ‘The White Stripes: Icky Thump’ weiterlesen
Zur Veröffentlichung der phänomenal-gigantomanischen Alexander Kluge Edition bei Zweitausendeins, die alle Kinofilme – 57 Filme, darunter 23 Langfilme – auf 16 DVDs mit einem 112seitigen Buch zusammenfast (Ich kann es kaum abwarten, müsste täglich mit der Post kommen), gab es vor zwei Tagen in der ’Kulturzeit’ auf 3 Sat einen schönen Bericht. Das komplette, 20minütige Interview mit dem Regisseur, Schriftsteller und Theoretiker findet man auf deren Webseite (Kann man irgendwie nicht verlinken, weil immer nur die Adresse der Homepage angezeigt wird, egal, wo man sich auf der Seite befindet. Man findet es aber über ‘suchen’ :”Filme sind Lebenwesen”). Oft verblüffend kopfüber-querschießend gedacht wie Godard, dann wird es aber doch wieder sinnvoll und öffnet den Blick. Die filmische Präsentation des Interviews ist allerdings etwas merkwürdig, aufgelöst in statische Bilder. Oder liegt das an meiner lahmen DSL-Verbindung, die auch immer wieder mühselig den Puffer nachladen muss. Klappt das bei Euch besser?
Was habe ich eigentlich im Internet zu suchen? Als alter Print-Heini, wie ich mich im letzten Post auch noch ohne schlechtes Gewissen zu outen traue? Zu langsam, definitiv: Auf das Upload-Magazin weise ich als 19ter und bislang Letzter hin – der erste Pingback stammt vom 4.6., meiner ist vom 15.6. Elf Tage, das sind umgerechnet in Bloggo-Zeit ca. 111 Tage. Hm… was tun? Besserung geloben oder Protesthaltung einnehmen? Hab schließlich noch anderes zu tun, Familie will ernährt sein usw. Und demnächst kommts noch schlimmer: Ich fahre führ 19 ungehörige Tage in internetfreien Urlaub – wo gibt’s denn noch sowas? Gammler!
Kleiner Dank an treue Leser: Ich war und bin noch fleißig und schreibe vor. Für 2-3 Posts pro Woche sollte es reichen (mit der Aktualität ist’s dann aber natürlich auch nicht weit her).
Wahrscheinlich bin ich zu sehr dem Print-Medium verhaftet. Die steigende Anzahl von PDF-Magazinen habe ich jedenfalls nur am Rande mitbekommen. Das jüngst von Jan Tißler gestartete Magazin Upload scheint vor allem für Blogger interessant zu sein. Im Untertitel nennt es sich ”Magazin für digitales Publizieren” und beschäftigt sich auf 41 Seiten mit dem aktuellen Thema “Abmahnung”. Interviews mit Abgemahnten, Abmahnern und vieles mehr beleuchten das leidige Thema von allen Seiten. Das Magazin kann man hier kostenlos downloaden, eine Anmeldung ist allerdings erforderlich.

Rainer Werner Fassbinder debütierte mit einem der besten Filmtitel der Geschichte. Sein Gangsterfilm von 1969 ist in schnörkelloser Geradlinigkeit und trister Kühle inszeniert … lesen
zuerst erschienen in Filmstart 5/07

PC-Exploitation
Ein paar flüchtige Gedanken zum neuen Film “Death Proof – Todsicher” von Quentin Tarantino, den ich vor drei Tagen in einer Pressevorführung sehen konnte. Kurz zur Einführung: Tarantino und Rodriquez haben im Stil von trashigen 70er Jahre Doublefeatures zwei kürzere Filme gemacht, die im Doppelpack in die US-Kinos kamen, verbunden durch ebenfalls von Tarantino und Rodriguez inszenierten Trailern zu fiktiven Filmen …
‘“Death Proof” von Quentin Tarantino’ weiterlesen

Musik aus Mali
Das erste mal wurde ich vor zwei Jahren durch den ersten Teil der ”Golden Afrique”- Compilationreihe auf Musik aus Mali aufmerksam. Dort wurde auf zwei CDs vorwiegend Musik aus dem Nordwesten Afrikas, aus Mali, dem Senegal, Gambia, der Elfenbeinküste, Guinea etc. aus den Jahren 1971 bis 1983 vorgestellt (Inzwischen gibt es zwei weitere Teile der liebevoll zusammengestellten Reihe des Labels Network mit Musik aus den südlicheren Ländern Afrikas: Jive, Rumba und anderes). Zwei aktuelle Platten künden momentan überzeugend von der heute noch großartigen Musiklandschaft in Mali …
‘Afel Bocoum & Alkibar: “Niger” Bassekou Kouyate & Ngoni ba: “Segu Blue”’ weiterlesen
Das Kinomagazin „Revolver“ entstand 1998 im biederen Umfeld der Hochschule für Fernsehen und Film München … lesen
zuerst erschienen in Filmstart 5/07
Endlich mal die Legende des deutschen Free Jazz live Erleben: Zum Start ihrer Europatournee gastierte die Supergroup um Brötzmann im Rahmen des Nozart-Festivals im Stadtgarten. Stühle waren da, die Musik wollte etwas anderes …
‘Peter Brötzmann Chicago Tentett (Konzert, 1.6.2007, Stadtgarten, Köln)’ weiterlesen
Angemerkt
von Andres Veiel
von Andres Veiel