„Yella“ von Christian Petzold ist ein (un)heimliches Remake

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Gut ist der neue Film von Christian Petzold wieder geworden. Denn an der Oberfläche der glattpolierten Finanzwelt reibt er sich (auch wenn sie ihm offensichtlich auch gefällt) und zeigt dabei, dass hier, in den Zeiten der ‚Heuschreckisierung‘, mehr Zombies und Vampire rumstolpern als in manchem Horrorfilm …  

Vielleicht basiert daher auch das Gerüst des Films auf dem Horrorfilm „Carnival of Souls“ von Herk Harvey aus dem Jahr 1961 (linkes Foto: „Yella“; rechtes Foto: „Carnival of Souls“). Etwas fragwürdig ist allerdings, dass Harvey oder dessen Film nicht als Ideengeber Erwähnung findet – weder im Vor- noch im Abspann. Das ist etwas unfreundlich. In Interviews steht Petzold zwar dazu, die Story verwednet zu haben, allerdings wundert er sich, dass die Ähnlichkeit so groß ist, schließlich hat er „Carnival of Souls“ extra vorher nicht mehr angeguckt, wie er Cristina Nord in der taz erklärt. Nichts gegen guten Ideenklau, überhaupt nicht, aber kennzeichnen sollte man ihn doch – im Sinne von Respekt. Vor allem, wenn die Ähnlichkeit teilweise bis ins Detail reicht. Oder ist das jetzt wahnsinnig altmodisch?

(Bundesstart: 13.9.2007)   

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