„Stealing Klimt“ von Jane Chablani

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Die Geschichte eines Kunstraubs im Österreich der Nazizeit und die anhaltende Weigerung, das Unrecht wieder gut zu machen …


Das Thema Beutekunst geistert seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs immer wieder durch die Presse. Noch Anfang August erklärte man in der Staatsgalerie Stuttgart, dort hänge ein Bild aus Polen, dessen Rückgabe aber nicht scheitern werde. Dass das nicht immer so einfach vonstatten geht, zeigt die Geschichte von fünf Klimt-Gemälden, die Ende der 30er Jahre dem jüdischen Industriellen Bloch-Bauer in Österreich entwendet wurden. Dessen Nichte Maria Altmann erhielt die Bilder erst im letzten Jahr nach langem Kampf zurück. Der Film verfolgt den ‚Werdegang’ der Bilder wie eine Biografie und macht so auch Zeitgeschichte erfahrbar. Daneben wird einmal mehr die Mär des Nazi-Opfers Österreich und eine unglaubliche Resistenz, das alte Unrecht zu begleichen, aufgedeckt.
(Bundesstart: 6.9.2007)

Zuerst erschienen in choices 9/07