„Die Sicht der Dinge“ von Jiro Taniguchi

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Dass es auch Manga für Erwachsene gibt, die nicht gleich ins XXX-Fach gehören, hat man hierzulande inzwischen gemerkt. Vor allem Jiro Taniguchi wird da gerne genannt … und vor allem veröffentlicht – im Wechsel von Schreiber & Leser und Carlsen. Letztere sind jetzt wieder mit „Die Sicht der Dinge“ dran, der ähnlich wie der zuletzt bei Carlsen erschienene Band „Vertraute Fremde“ , dessen Verfilmung schon in Arbeit ist, ein sentimentaler Blick auf den Verlust einer glücklichen Kindheit ist. Yoichi erfährt vom Tod seines Vaters und begibt sich das erste Mal nach fast 15 Jahren wieder in seine Heimatstadt. Die Handlung springt ständig von der Gegenwart in die Erinnerungen des Protagonisten zurück, der seinen Vater wegen der Trennung von der Mutter verachtet. Der Blick in die Vergangenheit ändert aber zunehmend Yoichis Sicht der Dinge. Taniguchi erzählt die Geschichte gewohnt ruhig, atmosphärisch und in detailreichen Zeichnungen, lässt mit der Beschreibung des großen Brands in Yoichis Heimatstadt aber auch dramatische und actionbetonte Momente anklingen.
(Carlsen)