Filme für den SDR von Samuel Beckett

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Samuel Beckett, das ist nicht allzu bekannt, hat seit Mitte der 60er Jahre Filmprojekte für das Fernsehen, genauer: den Süddeutschen Rundfunk gemacht … In den Filmen zeigt sich Beckett ganz in seiner typischen existentialistischen Kargkeit. Auf Video wurde gedreht, in schwarz-weiss und nüchternen Kulissen. Das Schauspiel beschränkt sich auf ein Minimum. In späteren Arbeiten zeigt sich auch sein zunehmendes Misstrauen gegenüber dem Wort. Was bleibt sind wortlose, mathematisch strukturierte Choreographien, die in ihrer Radikalität beeindruckend sind. Auf der DVD, die nach einer Arbeit von Alexander Kluge und Brechts „Kuhle Wampe“ als drittes in der neuen Filmedition des Suhrkamp-Verlags erscheint, sind die Stücke für das Fernsehen „He, Joe“, „Quadrat 1 & 2“, „Nacht und Träume“, „Geister-Trio“, „Not I“, „… nur noch Gewölk …“, und „Was, Wo“ enthalten. Das Booklet veröffentlicht einen Essay von Gilles Deleuze.
(Filmedition Suhrkamp)