Die Zimmermänner (Konzert, 7.5.2007, Gebäude 9, Köln)

Vom Marktwert der alten Platten auf ebay sollte man nicht auf seinen aktuellen Marktwert schließen. Das haben die Zimmermänner aber vielleicht gemacht, als sie für ihre Tour in Köln das Gebäude 9 buchten, das dann aber nur sehr luftig gefüllt war. Um genau zu sein: Das Verhältnis Auf-der-Bühne zu Vor-der-Bühne dürfte 1:5 gewesen sein (aber immerhin waren 8 Leute auf der Bühne – Mathematiker, nun legt mal los …).   „Die Zimmermänner (Konzert, 7.5.2007, Gebäude 9, Köln)“ weiterlesen

Second Life

Kleiner Nachtrag zu meinen Gedanken zu Second Life: Hier wird tatsächlich über die ersten Journalisten-Kollegen berichtet, die Fernseh-Nachrichten von und für Second-Life machen. Und zum Thema Gewalt erfährt man: Natürlich  – wie naiv von mir – hat sich hier schon die Mafia eingenistet. Auf der Gossip-Seite zum zweiten Leben – das auch ein Nachtrag zu PR- und Gewinnaktionen in der Parallelwelt – werden derweil digitale Luxuskarossen verlost. Toll! Jetzt muss ich wirklich mal langsam den Sprung wagen – sonst rast noch das echte digitale Leben komplett an mir vorbei.   

Spider-Man 3 …

…angucken hab ich mir geschenkt. Bin ja nicht so der Superhelden-Fan, außer sie kommen von Alan Moore oder Frank Miller. Und auch die Vefilmungen davon sind selten mehr als ein nettes High-Tech-Spektakel – oft weniger. Oder sehe ich das zu schmalspurig? Hab ich was verpasst? 

Ocean of Subculture

Über den einfach-persönlich-Blog von Jörg Petermann bin ich auf diese schöne ‚Landkarte der Online-Communities‘ gestoßen. Demnach wären wir hier auf Tiefkultur im „Ocean of Subculture“, gleich neben der „Sea of Culture“. Gefällt mir: Meerestiefe, Mariannengraben, … tief … graben … 

Verwahrlosung

Die Geschichte klingt exakt wie aus dem Drehbuch zu „Nobody Knows“ des japanischen Regisseurs Hirokazu Kore-eda. Man kann zwar nicht sagen: ‚Wenn die Wirklichkeit die Kunst einholt‘, denn der Film beruhte schon auf einem tatsächlichen Fall – allerdings ereignete der sich in Japan. Wenn sich dann soetwas in Deutschland ereignet, ist es aber doch etwas schockierender. Irgendwie denkt man ja immer noch in vielen Dingen, dass das so hier nicht möglich sei. Verwahrlosung gibts hierzulande aber natürlich auch, und wird es immer häufiger geben. Böses denkt, wer einen Zusammenhang zum Abbau des sozialen Netzes sieht … 

Miranda July

Ich bin ja eh schon ganz großer Miranda July Fan. Ihr Film „Me and you and everyone we know“ war ganz bezaubernd. Ihr Websiten-Projekt   Learning to love you more ist eine ganz großartige soziale Skulptur, die man hippiesk oder kitschig schimpfen kann, die aber Alltagspoesie, Kunst und … ähm, Nächstenliebe wunderbar miteinander verbindet (nehmt Euch Zeit zum stöbern). Die Startseite von Miranda Julys Hauptseite läßt einem das Herz auf ähnliche Art schmelzen.

Und nun finde ich im Blog von Mercedes Bunz den Hinweis auf die ganz fantastische Ankündigung ihres neuen Buches auf ihrer Seite No one belongs here more than you. Wunderbarer Humor. Seufz … 

Aber au weia, die Titel der Seiten sind schon ziemlich hippiemäßig, fällt mir jetzt wieder auf. Trotzdem seufz…

Nico: The frozen borderline

Ich freue mich ganz außerordentlich über diese essentielle Veröffentlichung: Mit „The Frozen Borderline“ werden die beiden außergewöhnlichsten Alben der außergewöhnlichen deutschen Sängerin Nico, die mindestens durch ihre Zusammenarbeit mit The Velvet Underground auf deren Debut-Album auch für eine breitere Masse Legenden-Status erreicht hat, wiederveröffentlicht. Ihre beiden Alben „The Marble Index“ (1968) und „Desertshore“ (1970) sind allerdings nicht minder legendär …

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Throbbing Gristle: Part Two. The Endless Not

Über 25 Jahre nach ihren letzten Studioaufnahmen erscheint ein neues Album der Gründer des Industrial. Endlich! Eine einjährige Verschiebung der Veröffentlichung ging dem voraus. Daher sind die Stücke bereits aus dem Jahr 2005. Neben Bandkompositionen findet man auf dem Album auch je ein Stück der einzelnen Mitglieder Genesis P-Orrige, Chris Carter, Cosey Fanny Tutti und Peter Christopherson. „Part Two. The neverending not“ entkommt der Rock-Opa-Falle …

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Leben mit Bowie auf dem Mars

Die Kleinserie „Life on Mars“ ist am Wochenende zu Ende gegangen und die große Frage – ist unser Held Sam Tyler im Koma und fantasiert, hat er eine Zeitreise gemacht oder ist er komplett verrückt – wird mit dem Off-Kommentar beantwortet: „…erfahren sie im Herbst bei der zweiten Staffel“. Auf sowas wartet man natürlich und genau dafür wurde die Serien-DVD-Box-Schwemme losgetreten: Dass man die Werbeblöcke spart und den Sendetermin bestimmen kann …  

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Den Alten neu sehen

Es war reiner Zufall, dass ich gestern an einem Abend hintereinander erst einen aktuellen Saarbrücken-„Tatort“ mit demnächst-Star Maximilian Brückner gesehen habe („Der tote vom Straßenrand“), dann eine alte Folge von „Der Alte“ mit good old Siegfried Lowitz („Kalt wie Diamant“) von 1983, und mit erstaunen feststellen mußte, dass letzterer um so vieles interessanter war …

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Premium ready

Im Rückblick: Mein Lieblingshasswort in 2006 war Premium. Als Beobachter von Werbetexten im unteren Qualitätsbereich, z.B. als regemläßiger Leser von Aldi-Werbeheftchen, kann man sich ja an allerschönstem Unsinn erfreuen, je nach Charakter auch darunter leiden. Neben Bonmots wie „jetzt noch knusper knusper“ zu Cornflakes oder „echte wahnsinnige 1,6 Mhz“ im Laptop war im letzten Jahr die unaufhaltsame Entsinnung des Wortes „Premium“ zu verfolgen. Als Wischiwaschi-Kennzeichnung für angeblich besseres, also selbstverständlich teureres ist dem Begriff natürlich eine große Karriere im Kapitalismus in die Wiege gelegt. Das hört aber keinesfalls bei den Internetpräsenzen von Magazinen auf, die neben ihren im Rückschluss anscheinend schlechteren Texten auch „Premiuminhalte“ anbieten. Das gipfelt nun sogar in der Bezeichnung „Premium ready“ für einen Windows Vista PC, der nicht nur sofort einsetzbar ist, sondern noch sofortiger. Könnte mir das mal bitte jemand auf einer Zeitachse genauer erklären?

Der Wixxer unwixxig

Heute war die Pressevorführung zum zweiten Wixxer-Film, danach gab es noch eine große Pressesause mit den Beteiligten Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Christiane Paul, Helmut Zerlett u.a. Nachdem ich mir den ersten geschenkt hatte, weil ich dachte, dass ist eh nur deutsches TV-Comedy Format fürs Kino aufgeblasen, bin ich diesmal hingegangen, obwohl es tatsächlich genau das Befürchtete ist …

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„Die Reise ins Glück“ von Wenzel Storch (Interview)

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Die Reise ins Kino

Nach 10 Jahren kommt Wenzel Storchs dritter Spielfilm „Die Reise ins Glück“ endlich ins Kino. choices sprach mit dem Regisseur über das Filmemachen und die deutsche Filmlandschaft.

Woher nimmst Du die Energie und Zuversicht, ein Projekt wie „Die Reise ins Glück“ über zehn Jahre lang mit nur spärlichen finanziellen Mitteln durchzuhalten …

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