
Marilyn Monroe – das ist längst keine Person mehr. Marilyn Monroe ist ein Mythos, eine Legende, eine Ikone. Und wahrscheinlich war Marilyn Monroe nie etwas anderes als das. Und doch gab es dahinter dieses 1926 geborene biologische Wesen, das aussah wie die Marilyn Monroe, die in unserem kollektiven Gedächtnis eingeschrieben ist … ‘“My Week with Marilyn” von Simon Curtis’ weiterlesen

Man ist richtig erstaunt, als Nina Hoss auf der Pressekonferenz nach der Vorführung von „Barbara“ im Wettbewerb der Berlinale lächelt. So abwegig erscheint einem diese Mimik in ihrem Gesicht, nachdem man Christian Petzolds jüngsten Film gesehen hat. ‘„Barbara“ von Christian Petzold’ weiterlesen

Ralf Königs Knollennasen sind berühmt. Der Kölner Comiczeichner hat nicht nur unglaublich viele Comics – auch „abendfüllende“ – gemacht, sie wurden auch mehrfach verfilmt und in etliche Sprachen übersetzt. Dabei hat er nie seine Perspektive aus und auf die Schwulenkultur verloren. Überfällig, dass sich Schwulen-Ikone Rosa von Praunheim der Comic-Ikone annimmt. ‘“König des Comics: Ralf König”
von Rosa von Praunheim (Interview)’ weiterlesen

Mit dem Begriff der Promiskuität ist Brandons (Michael Fassbender) Leben ausreichend charakterisiert. Das macht Regisseur Steve McQueen bereits in den ersten Filmminuten mit einer Montage deutlich ‘„Shame“ von Steve McQueen’ weiterlesen

Ein Hochhausappartement, darin eine toll aussehende Frau Ende 30, die eine erfolgreiche Autorin ist: Das klingt nach einem guten Leben. Trotz dieser Eckdaten machen schon die ersten Szenen des neuen Films von Jason Reitman („Juno“, „Up in the Air“) in jeder Einstellung klar, dass hier etwas nicht in Ordnung ist. ‘„Young Adult“ von Jason Reitman’ weiterlesen
Die drei Panels des auf Anhieb gut besuchten NRW Kinokongresses am 16.11.2011 zum Thema “Das Kino von Morgen” widmeten sich den Programminhalten, dem Publikum und speziellen Kinokonzepten. „Was kommt nach der Digitalisierung?“, lautete dann auch die Frage der ersten Diskussionsrunde. Weiterlesen im E-Paper, Seite 22

Martin will nach seinem psychischen Zusammenbruch voller Hoffnung zu seinem alten Leben zurückkehren. Doch der Job ist weg, die Freundin auch und mit ihr die Wohnung. Es folgen Alkoholsucht und schließlich Obdachlosigkeit. ‘“Die Summe meiner einzelnen Teile” von Hans Weingartner (Interview)’ weiterlesen

Ein Mann ohne Eigenschaften: der namenlose Fahrer (Ryan Gosling) ist ein cooler Profi. Nur wenige Sätze kommen über seine Lippen, sein Gesicht lässt stets ein mehrdeutiges Lächeln erahnen. ‘„Drive“ von Nicolas Winding Refn’ weiterlesen

1927 in Hollywood: George Valentin (Jean Dujardin) ist ein umjubelter Hollywoodstar und Schwarm der Frauen. Er sieht gut aus und hat Charme, doch der Ruhm hat auch seine Eitelkeit geweckt, gerne düpiert er seine Schauspielkolleginnen oder den Regisseur. Eines Tages trifft er per Zufall auf Peppy Miller ‘„The Artist“ von Michel Hazanavicius’ weiterlesen

Ein Jugenddrama – nicht über Revolte, sondern über das schleichende Gift der Anpassung: Mit seinen tristen Farben erinnert Lütters Kinodebüt an zwei ganz unterschiedliche Beobachtungen von Büroalltag. Lars von Triers „The Boss of it all“ und die Fernsehserie „Stromberg“. ‘“Die Ausbildung” von Dirk Lütter (Interview)’ weiterlesen

In der an Fellinis „La Dolce Vita“ erinnernden Eröffnungsszene fliegt ein Transporthubschrauber mit einem riesigen Holzkreuz über die fruchtbaren Hänge eines seichten Andentals. Das Kreuz wird zu dem Drehort eines Filmes über den Eroberer Christoph Kolumbus geflogen. Es ist dort kein Zeichen von Frömmigkeit, sondern taucht als Instrument des Genozid an den Ureinwohnern auf ‘„Und dann der Regen“ von Icíar Bollaín’ weiterlesen

In Shakespeares „Julius Cäsar“ warnt ein Wahrsager den Herrscher „Hüte Dich vor den Iden des März“. Der Wahrsager behielt Recht – jener Feiertag am 15. März sollte der Tag des Verrats durch Brutus werden. Zweitausend Jahre später ist das Gerangel um die Macht nur scheinbar gesitteter geworden … ‘“The Ides of March – Tage des Verrats”
von George Clooney’ weiterlesen

Männerfilm – dieses Prädikat trifft auf Bullhead auf ganz eigene Art zu: Hier dreht sich alles um männliche Hormone, aber nicht nur die körpereigenen. Der junge Landwirt Jacky hat sich auf die Hormonmafia eingelassen … ‘„Bullhead“
von Michaël R. Roskam (Interview)’ weiterlesen
Fast 100 Jahre sprach man, wenn man über Kino redete, automatisch über Film. Das ändert sich. Im Kino findet dank digitalem Rollout die Konvergenz von Film, Oper, Theater, Tanz, Konzert oder gar Sportveranstaltung statt, die dort inzwischen live und demnächst wohl auch regelmäßig in 3D gezeigt werden können. Weiterlesen im E-Paper, Seite 17

Sophie (Miranda July) und Jason (Hamish Linklater), beide Mitte 30, leben ohne großes Spektakel ihr Leben: Sie gibt Kindern Tanzunterricht, er hilft vom heimischen Sofa aus per Headset Usern bei Computerproblemen. Alles scheint soweit OK, aber irgendwas fehlt. Die beiden würden ihrem Leben gerne einen neuen Sinn geben und Verantwortung übernehmen … ‘“The Future” von Miranda July’ weiterlesen

Pink Film – das sind japanische Softsexfilme, die klaren Regeln unterworfen sind: 60 Minuten sind sie lang, haben eine mehr oder weniger bedeutsame Handlung und werden schnell und billig produziert. Der erste vom Kölner Filmverleih Rapid Eye Movies produzierte Pink Film hält sich nur teilweise an diese Regeln … ‘“Underwater Love” von Shinji Imaoka (Interview)’ weiterlesen
Seit Beginn des Privatfernsehens hat es sich etabliert, dass Moderatoren ihre eigenen Produktionsfirmen gründen. Eine Win-Win-Situation für Sender und die moderierenden Produzenten. Weiterlesen im E-Paper, S. 17

Eine überdimensionale Stretch-Limousine müht sich über einen kurvigen Schotterweg, rangiert hin und her und bleibt dann stecken. Ein ziemlich sinnloses Unterfangen, das das Hochzeitspaar im Auto zum Lachen bringt … ‘“Melancholia” von Lars von Trier’ weiterlesen

Ein Triptychon nennt Glawogger seine Dokumentation. Das korrespondiert mit der Tatsache, dass in allen drei Ländern die Prostituierten ihren Beruf mit ihrer Religion zu verbinden wissen … ‘“Whores’ Glory” von
Michael Glawogger (Interview)’ weiterlesen

Sie führen seit Jahren eine gute Beziehung: Martha (Sandra Hüller) und Paul (Felix Knopp) leben in einer gemeinsamen Wohnung. Ihre Spielchen lassen erahnen, dass sie sich gut kennen. Dahinter scheint aber auch viel Unsicherheit auf. Wie wenig Martha von Paul weiß, erfährt sie erst, als er verschwindet, und sich alle Eckdaten seines Lebens mit ihm auflösen … ‘“Über uns das All” von
Jan Schomburg (Interview)’ weiterlesen
Angemerkt
von Andres Veiel
von Andres Veiel