Kategorie-Archiv: Film

“Frau Müller muss weg” von Sönke Wortmann (Interview)

Projekt: "Frau Mueller Muss Weg"

 

 

 

 

 

 

 

“Der Film kommt aus dem “Ghetto” des Kammerspiels heraus”

choices: Herr Wortmann, bei „Frau Müller…“ haben sie zuvor auch Regie am Theater geführt. Wie verhält sich ihre Theaterversion zur Vorlage von Lutz Hübner, und wie verhält sich ihre Theaterversion zu ihrer Filmadaption?
Sönke Wortmann: Für mich sind die Dialoge eine große Stärke des Theaterstücks. Weiterlesen

“Mommy” von Xavier Dolon

Mommy

 

 

 

 

 

 

 

Die Kinoleinwand ist rechteckig. Wenn man diese Fläche mit den gängigen Breitbildformaten füllt, hat man viel Raum links und rechts vom Bildzentrum. Man kann damit wunderbare Totalen von weiten Landschaften abbilden. In Jean-Luc Godards „Die Verachtung“ von 1963 sagt der Regisseur Fritz Lang aber abschätzig, das Format sei nicht für Menschen, sondern nur für Schlangen und Begräbnisse geeignet. Weiterlesen

“20.000 Days on Earth” von Iain Forsyth & Jane Pollard

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Der Wecker klingelt und der zwanzigtausendste Tag im Leben von Nick Cave beginnt. Er steht auf, blickt in den Badezimmerspiegel und sieht: einen Kannibalen, der alles um sich herum verspeist, die zerkauten Momente des Alltags mit seinem Mythenspeichel versetzt und als Songs, Gedichte, Romane und Filme zurück in die Welt spuckt. Weiterlesen

(Zuerst erschienen in Zeit-Online)

Interview mit Fatih Akin zu “The Cut”

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„Ich will ja keinen Propagandafilm machen“

Herr Akin, „The Cut“ erzählt von dem Armenier Nazaret, der in den Wirren des Ersten Weltkriegs und des Völkermords in Armenien eine Odyssee durchlebt. Sie erzählen die Geschichte ausschließlich aus der Perspektive des Protagonisten und lassen größere historische und politische Hintergründe außen vor. Warum haben sie sich für diese Perspektive entschieden?
Fatih Akin: Gerade weil es ein so komplexer, unüberschaubarer Zusammenhang ist, wollte ich das streng aus der Perspektive eines Einzelschicksals erzählen, möglichst viele Augenzeugenberichte, Ereignisse und historische Zusammenhänge in den Blickwinkel dieses Einzelschicksals legen und auch mit der Kamera so umgehen, dass immer diese Person die Dinge sieht. Weiterlesen

“Die unerschütterliche Liebe der Suzanne”
von Katell Quillévéré

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Man kennt ähnliche Biografien, und in jüngerer Zeit wurden sie auch im Kino des Öfteren erzählt: Eine junge Frau lässt alles hinter sich, um sich einem Mann anzuschließen, der – unabhängig von den Beweggründen und den moralischen Implikationen – auf die ein oder andere Art als Outlaw gelten kann, der mit Gewalt Gesetze bricht. Weiterlesen

“Oktober November” von Götz Spielmann (INTERVIEW)

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Sonja (Nora von Waldstätten) lebt als erfolgreiche Schauspielerin in Berlin, ihre Schwester Verena (Ursula Strauss) lebt mit ihrer Familie immer noch beim Vater (Peter Simonischek) im inzwischen verwaisten Gasthof in den österreichischen Alpen. Als der Vater schwer erkrankt, reist Sonja in die Heimat. Dort brechen alte Konflikte auf Weiterlesen

“Enemy” von Denis Villeneuve

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Anfangs- und Schlussszene von Denis Villeneuves Film „Enemy“ sind verstörend. Zu Beginn sehen wir eine Art Geheimbund, der sich zu einer erotischen Show trifft: Eine Frau bringt auf einem silbernen Tablett eine große Spinne auf die Bühne, dann drückt sie langsam mit ihren Highheels auf den Körper des Spinnentiers. Weiterlesen

“Love Steaks” von Jakob Lass (INTERVIEW)

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Der schüchterne, freundliche Clemens (Franz Rogowski) fängt gerade als Masseur in dem Ostseehotel an, die temperamentvolle Lara (Lana Cooper) arbeitet hier schon länger in der Küche. Nicht nur Laras Alkoholproblem bringt ungeahnte Dynamik in die Annäherung der beiden, die unterschiedlichen Charaktere kollidieren auch so heftig. Weiterlesen

“Stromberg – Der Film” von Arne Feldhusen (Interview)

Stromberg, der Film

 

 

 

 

 

 

 

Der der britischen Sitcom „The Office“ nachempfundene deutsche Serienerfolg „Stromberg“ erweitert sich mit dem ersten Kinofilm nicht nur medial, sondern geht folgerichtig auch inhaltlich aus dem Büro: Stromberg (Christoph Maria Herbst) reist mit seiner Abteilung zum Firmenfest. Dort geht es – wie sich das gehört – drunter und drüber. Weiterlesen

“Le Passé – Die Vergangenheit” von Ashgar Farhadi

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Seine Filme wirken generell so unaufdringlich und beiläufig, dass man kaum wahrnimmt, auf was für eine Reise sie den Zuschauer nehmen. Es sind ganz alltägliche Szenen, die in ihrer Gesamtheit zu einer Art Wahrheitsfindungskrimi werden. Aber nicht nur das Aufdecken der Wahrheit wird in den Filmen minutiös begleitet, auch die Entstehung der Lüge erfährt eine genaue Analyse. Weiterlesen