Kategorie-Archiv: Film

„Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“
von Aron Lehmann (Interview)

Kohlhaas_oder_die

 

 

 

 

 

 

 

Er ist nach dem ersten Drehtag in der bayerischen Provinz bester Dinge, da erfährt Regisseur Lehmann, dass die Finanzierung komplett wegbricht. Für sein historisches Drama bedeutet das eigentlich das Aus. Doch Lehmann hält einen Teil der Crew mit seiner Vision, den Film mit der Kraft der Fantasie zu realisieren … Weiterlesen

„Das Glück der großen Dinge“
von Scott McGehee und David Siegel

_WMK2330.NEF

 

 

 

 

 

 

 

Susanna, eine alternde Rock-Ikone (Juliane Moore), und der Kunsthändler Beale (Steve Coogan) trennen sich. Endlich hört die ewige Streiterei auf. Doch die sechsjährige Maisie (Onata Aprile) hat unter der Trennung ebenso sehr zu leiden. Denn die Egomanen führen ihren Scheidungskrieg auf dem Rücken des Kindes aus … Weiterlesen

Kurzfilmprogramm “Tanzende Bilder” am 19.7.2013

Tanzende Bilder Len Lye

 

 

 

 

 

Am Freitag, dem 19.7. läuft im Filmforum NRW in Köln zum feierlichen Abschluss der Reihe “Filmmusik – Meilensteine und Experimente” um 20 Uhr das von mir zusammengestellte Filmprogramm “Tanzende Bilder – Vom Absoluten Film zum Musikclip”. Vorneweg eine Einführung von mir zu den Filmen.

Mit Kurzfilmen von Hans Richter, Fernand Léger, Len Lye, Peter Kubelka, John Whitney, Kenneth Anger, Holger Hiller, Michel Klöfkorn, Oliver Husain, Carsten Nicolai.

Danach Konzert Schlammpeitziger. Ein Konzert zum 20-jährigen Bestehen, mit Musikvideos von Ulrike Göken und Jo Zimmermann
Anschließend: Capatazz Party mit Korkut Elbay und Christian S (Cómeme)

“Layla Fourie” von Pia Marais (Interview)

Layla_Fourie

 

 

 

 

 

 

 

Pia Marais’ letzter Film „Im Alter von Ellen“ war eine symbolträchtige Odyssee der Protagonistin auf der Suche nach einem Weg und vielleicht auch einem Ziel für ihr Leben. Ihr neuer Film begleitet ebenfalls eine Frau in ihren 30ern, ist aber trotz aller konstruierten Zufälle deutlich mehr dem Realismus geschuldet … Weiterlesen

“Laurence Anyways” von Xavier Dolan

Laurence_Anyways

 

 

 

 

 

 

 

Hat Xavier Dolan mit 23 Jahren sein Opus Magnum abgeliefert? „Laurence anyways“ ist knapp drei Stunden lang, hat mit Nathalie Bayle erstmals einen Star auf der Besetzungsliste und geht mit den von Dolan bekannten extrovertierten Stilmitteln erstmals auch inhaltlich ein großes Thema an, das jenseits von pubertären Gefühlsdramen existentielle Fragen aufwirft … Weiterlesen

„Mutter und Sohn“ von Călin Peter Netzer

Mutter_und_Sohn

 

 

 

 

 

 

 

Cornelia gehört der rumänischen Oberschicht an. Mit Pelzmantel und BMW kutschiert sie durch die Gegend, und sie benimmt sich so, als gehörte ihr die Welt. Die erfolgreiche Architektin ist es gewöhnt, dass sich alles nach ihr richtet. Ihr Mann ist längst weg, zu spüren bekommt ihr Verhalten jetzt ihr Lebensgefährte und immer noch ihr schon lange erwachsener Sohn … Weiterlesen

“Peak” von Hannes Lang (Interview)

Peak

 

 

 

 

 

 

 

Hannes Lang, selbst in den österreichischen Bergen aufgewachsen, erforscht in langen, statischen Einstellungen die Veränderungen in der Bergwelt durch den Skitourismus. Langs Blick zeigt die erschreckenden Folgen des Versuchs, die durch den Klimawandel verursachten Veränderungen in der Natur mit technischen Mitteln einzudämmen … Weiterlesen

“Die Jagd” von Thomas Vinterberg

Die_Jagd

 

 

 

 

 

 

 

Lucas (Mads Mikkelsen) steht mit 40 Jahren an einer Zäsur: Er ist frisch von seiner Frau geschieden, seinen Job als Lehrer hat er nach der Schließung der Schule verloren. Nun wohnt er alleine in seinem Haus und darf nach gerichtlichem Beschluss seine Frau nicht mal mehr anrufen. Seinen schon jugendlichen Sohn (Lasse Fogelstrøm) sieht er nur alle vierzehn Tage. Doch so schlecht stehen die Dinge nicht … Weiterlesen

„The Master“ von Paul Thomas Anderson

BRAY_20110614_UW_1862.CR2

 

 

 

 

 

 

 

Eine Strandszene: Junge Männer sitzen herum, lachen. Doch es ist keine entspannte Urlaubsszene, die den neuen Film von Paul Thomas Anderson („Magnolia“, „Punch-Drunk Love“, „Boogie Nights“, „There Will Be Blood“) einleitet: Wir sehen Marines am Ende des Zweiten Weltkriegs, wahrscheinlich auf einer Insel im Pazifischen Ozean. Erleichterung, aber auch Ungewissheit spiegelt sich in ihren Gesichtern. Einer von ihnen wirkt hingegen nicht nur ver-, sondern regelrecht gestört … Weiterlesen

“Blank City” von Céline Danhier

Blank_City

 

 

 

 

 

 

 

Die New Yorker Junkie-Variante der New Wave ist unter dem Begriff No Wave populär geworden. Brian Enos Compilation “No New York” mit Mars, DNA, James White und Lydia Lunchs erster Band Teenage Jesus sorgte 1978 für Aufmerksamkeit. Den Titel von Céline Danhiers Filmdoku “Blank City” dürften viele ebenfalls mit Musik assoziieren, schließlich stammt die Bezeichnung für die New Yorker Punkszene aus dem Jahr 1974 von Richard Hell beziehungsweise Television. Musik spielt dennoch nicht die Hauptrolle in Danhiers “Blank City” weiterlesen

(Bundesstart: 24.1.2013)

“Der Geschmack von Rost und Knochen”
von Jacques Audiard

Der Geschmack von Rost und Knochen

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist vielleicht die Mitte des Films, und man hat da schon einiges zu verarbeiten, da sieht man eine hübsche, junge Frau selbstbewusst auf eine Gruppe grober, ungepflegter Typen zuschreiten. Sie ist schlank, sieht beinahe wie ein Model aus. Die Kerle hingegen sind verschlagen und verströmen Aggression. Alleine dieser Kontrast löst im Zuschauer schon irritierende Gefühle aus … Weiterlesen

“Paradies: Liebe” von Ulrich Seidl

Paradies_Liebe

 

 

 

 

 

 

 

Ulrich Seidl ist seit 20 Jahren bekannt für seinen ungeschönten Blick in die Abgründe der Gesellschaft. Und er ist bekannt für seine irritierende Mischung von dokumentarischen und fiktionalen Elementen, die sich unter anderem in einem Cast aus professionellen Schauspielern und Laiendarstellern niederschlägt. So auch im Auftakt zu Seidls Paradies-Trilogie … Weiterlesen

“Tabu” von Miguel Gomez

Tabu

Als der Portugiese Miguel Gomes auf der Berlinale 2012 für seinen dritten Spielfilm „Tabu“ den Alfred-Bauer-Preis entgegennahm, wirkte er etwas konsterniert, seine Freude war verhalten. Fast so, als hätte er den Goldenen Bären erwartet. Den vermeintlich arroganten Gesichtsausdruck erklärte er in seiner Dankesrede aber ganz anders: Er wunderte sich darüber, mit seinem altmodischen Schwarzweiß-Film einen Innovationspreis für neue Perspektiven in der Filmkunst gewonnen zu haben … Weiterlesen