PDF Magazin zu Abmahnungen in Bloggerhausen

Wahrscheinlich bin ich zu sehr dem Print-Medium verhaftet. Die steigende Anzahl von PDF-Magazinen habe ich jedenfalls nur am Rande mitbekommen. Das jüngst von Jan Tißler gestartete Magazin Upload scheint vor allem für Blogger interessant zu sein. Im Untertitel nennt es sich „Magazin für digitales Publizieren“ und beschäftigt sich auf 41 Seiten mit dem aktuellen Thema „Abmahnung“. Interviews mit Abgemahnten, Abmahnern und vieles mehr beleuchten das leidige Thema von allen Seiten. Das Magazin kann man hier kostenlos downloaden, eine Anmeldung ist allerdings erforderlich.

Second Life

Kleiner Nachtrag zu meinen Gedanken zu Second Life: Hier wird tatsächlich über die ersten Journalisten-Kollegen berichtet, die Fernseh-Nachrichten von und für Second-Life machen. Und zum Thema Gewalt erfährt man: Natürlich  – wie naiv von mir – hat sich hier schon die Mafia eingenistet. Auf der Gossip-Seite zum zweiten Leben – das auch ein Nachtrag zu PR- und Gewinnaktionen in der Parallelwelt – werden derweil digitale Luxuskarossen verlost. Toll! Jetzt muss ich wirklich mal langsam den Sprung wagen – sonst rast noch das echte digitale Leben komplett an mir vorbei.   

Verwahrlosung

Die Geschichte klingt exakt wie aus dem Drehbuch zu „Nobody Knows“ des japanischen Regisseurs Hirokazu Kore-eda. Man kann zwar nicht sagen: ‚Wenn die Wirklichkeit die Kunst einholt‘, denn der Film beruhte schon auf einem tatsächlichen Fall – allerdings ereignete der sich in Japan. Wenn sich dann soetwas in Deutschland ereignet, ist es aber doch etwas schockierender. Irgendwie denkt man ja immer noch in vielen Dingen, dass das so hier nicht möglich sei. Verwahrlosung gibts hierzulande aber natürlich auch, und wird es immer häufiger geben. Böses denkt, wer einen Zusammenhang zum Abbau des sozialen Netzes sieht … 

Leben mit Bowie auf dem Mars

Die Kleinserie „Life on Mars“ ist am Wochenende zu Ende gegangen und die große Frage – ist unser Held Sam Tyler im Koma und fantasiert, hat er eine Zeitreise gemacht oder ist er komplett verrückt – wird mit dem Off-Kommentar beantwortet: „…erfahren sie im Herbst bei der zweiten Staffel“. Auf sowas wartet man natürlich und genau dafür wurde die Serien-DVD-Box-Schwemme losgetreten: Dass man die Werbeblöcke spart und den Sendetermin bestimmen kann …  

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Den Alten neu sehen

Es war reiner Zufall, dass ich gestern an einem Abend hintereinander erst einen aktuellen Saarbrücken-„Tatort“ mit demnächst-Star Maximilian Brückner gesehen habe („Der tote vom Straßenrand“), dann eine alte Folge von „Der Alte“ mit good old Siegfried Lowitz („Kalt wie Diamant“) von 1983, und mit erstaunen feststellen mußte, dass letzterer um so vieles interessanter war …

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Premium ready

Im Rückblick: Mein Lieblingshasswort in 2006 war Premium. Als Beobachter von Werbetexten im unteren Qualitätsbereich, z.B. als regemläßiger Leser von Aldi-Werbeheftchen, kann man sich ja an allerschönstem Unsinn erfreuen, je nach Charakter auch darunter leiden. Neben Bonmots wie „jetzt noch knusper knusper“ zu Cornflakes oder „echte wahnsinnige 1,6 Mhz“ im Laptop war im letzten Jahr die unaufhaltsame Entsinnung des Wortes „Premium“ zu verfolgen. Als Wischiwaschi-Kennzeichnung für angeblich besseres, also selbstverständlich teureres ist dem Begriff natürlich eine große Karriere im Kapitalismus in die Wiege gelegt. Das hört aber keinesfalls bei den Internetpräsenzen von Magazinen auf, die neben ihren im Rückschluss anscheinend schlechteren Texten auch „Premiuminhalte“ anbieten. Das gipfelt nun sogar in der Bezeichnung „Premium ready“ für einen Windows Vista PC, der nicht nur sofort einsetzbar ist, sondern noch sofortiger. Könnte mir das mal bitte jemand auf einer Zeitachse genauer erklären?