„Rendezvous mit … Andreas Dresen“

Für die filmsociety im Kunstsalon habe ich für das jährliche Werkstattgespräch „Rendezvous mit …“ den Regisseur Andreas Dresen nach Köln eingeladen. Neben zwei Filmvorführungen mit Filmgespräch (bei „Sommer vorm Balkon“ von 2005 als Einführung durch den Filmjournalisten Lutz Gräfe, bei seinem Debüt „Stilles Land“ von 1992 als Gespräch zwischen Andreas Dresen und mir) gab es ein langes Werkstattgespräch zwischen Lutz Gräfe und Andreas Dresen im Kunstsalon.
Am 9. Februar 2020 war der Filmregisseur Andreas Dresen unser Ehrengast der filmsociety. Im Rahmen der Veranstaltung „Rendezvous mit …“ hat der Filmexperte- und kritiker Lutz Gräfe im fast ausverkauften KunstSalon ein intensives Werkstattgespräch mit dem renommierten Filmemacher geführt.

Im vergangenen Jahr war Andreas Dresens jüngster Film „Gundermann“ der absolute Favorit bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises: In zehn Kategorien war der Film nominiert und in sechs Kategorien wurde er mit einer „Lola“, die als renommierteste Auszeichnung für den deutschen Film gilt, prämiert. Im Werkstattgespräch hat Andreas Dresen vor allem von den Anfängen seiner inzwischen über dreißigjährigen Karriere gesprochen, die ihn noch während des Studiums aus seiner Sicherheit, aber auch den Einschränkungen in der DDR herausriss. Dresen erzählte sehr persönlich von den Höhen und Tiefen, von den Erfolgen und Herausforderungen während seiner Arbeit als Filmemacher seit den 90er Jahren. Das Publikum honorierte vor allem Dresens wohlwollenden Blick auf die Menschen – der sich in seinen Filmen zeigt, aber auch im direkten Gespräch mit ihm.

Am Vortag zeigte die filmsociety bereits Andreas Dresens Publikums- und Kritikererfolg „Sommer vorm Balkon“ von 2005 mit einer Einführung von Lutz Gräfe.

Im Anschluss an das Werkstattgespräch am 9.2. fand die Vorführung von Dresens Debüt „Stilles Land“ aus dem Jahr 1992 im Odeon Kino statt. Vor dem Film sprach der Regisseur noch mal mit filmsociety-Programmleiter Christian Meyer-Pröpstl über die Herausforderung des ersten Films in der ungewissen Wendezeit. Das Publikum honorierte auch dieses Gespräch und den anschließenden Film mit langem Applaus.

Fotos: Adam Kroll