„Quentin Tarantino“ von Amazing Ameziane

Die Filmografie von Quentin Tarantino ist mit bisher nur neun Filmen zwar nicht umfangreich, hatte aber enormen stilbildenden Einfluss weit übers US-Kino hinaus. In seinem Comic „Quentin Tarantino“ spürt Comic-Künstler Amazing Ameziane Leben und Werk des Filmemachers nach und eignet sich dabei formal dessen Prinzip der wechselnden Stilmittel an. „„Quentin Tarantino“ von Amazing Ameziane“ weiterlesen

„Das Storyboard von Wim Wenders“ von Stéphane Lemardelé

Der kanadische Zeichner Stéphane Lemardelé konnte sein Glück kaum fassen, als er 2013 als Storyboard-Zeichner für Wim Wenders‘ 3D-Spielfilm „Everything will be fine“ angefragt wurde. Jetzt hat er aus der Begegnung mit dem deutschen Regisseur eine Graphic Novel gemacht, die weit über die kurze Zusammenarbeit an dem Spielfilm im Jahr 2014 hinausreicht.

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„Béatrice“ und „Das große Los“ von Joris Mertens

Der Belgier Joris Mertens, der bislang als Setdesigner und Storyboard-Künstler tätig war, debütiert mit rund 50 Jahren als Comiczeichner. Seine Bände „Béatrice“ (2021) und „Das große Los“ (2022) sind jetzt auch in Deutschland erschienen. Mit ungemein detailreichen Bildern erzählen sie nicht zuletzt auch von Mertens’ Liebe zum Kino. Der Film noir und die klassischen französischen Krimis prägen den Look der Comics.

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Sammy Harkham: „Blood of the Virgin“

Mit „Blood of the Virgin“ jagt der Comiczeichner Sammy Harkham seinen Antihelden Seymour durch die Niederungen des Exploitationkinos der frühen 1970er-Jahre: Seymour ist einer von unzähligen Filmenthusiasten, die vom Glücksversprechen Hollywoods angelockt in Los Angeles auf ihre Chance warten. Seymour, 27 Jahre jung, wohnt Anfang der 1970er-Jahre zusammen mit seiner Frau und dem Neugeborenen in einem kleinen Reihenhäuschen, das aussieht wie tausend andere. Als Cutter verdingt er sich bei einem kleineren Studio namens Reverie, das B-Movies produziert – also zwei oder drei Ligen unter dem glamourösen Hollywood, das man allgemein mit der Filmbranche in Los Angeles assoziiert.

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„Fritz Lang – Die Comicbiografie“ von Arnaud Delalande & Éric Liberge

Mit Filmen wie „Die Nibelungen“, „Metropolis“ und „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ avancierte Fritz Lang in den 1920er-Jahren zu einem der wichtigsten Regisseure des deutschen Stummfilmkinos; nach der Machtergreifung der Nazis setzte er seine Karriere erfolgreich in Hollywood fort. Eine neue Comic-Biografie von Arnaud Delalande und Éric Liberge beleuchtet sein Leben und Werk und legt dabei erfreulich viel visuellen Gestaltungswillen an den Tag.

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„Ghibliothek“ von Michael Leader & Jake Cunningham

Studio Ghibli hat mit Anime-Werken wie „Chihiros Reise ins Zauberland“ und „Die letzten Glühwürmchen“ Filmgeschichte geschrieben und wesentlich dazu beigetragen, der japanischen Animationskunst internationale Wahrnehmung und Anerkennung zu verschaffen. Ein reich bebilderter Band widmet sich den Kinofilmen des wegweisenden Studios und seinen Gründervätern Hayao Miyazaki und Isao Takahata.

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Koren Shadmi: „Lugosi – Aufstieg und Fall von Hollywoods Dracula“

Das rechte Auge leicht zusammengekniffen, die linke Augenbraue hochgezogen, ein stechender Blick: so kennt man Bela Lugosi (1882-1956), den aus Ungarn in die USA migrierten Schauspieler, der 1931 mit seiner Hauptrolle in „Dracula“ von Tod Browning zu Weltruhm gelangte. Wie es so weit kam und was dann folgte, erzählt die Graphic Novel „Lugosi – Aufstieg und Fall von Hollywoods Dracula!“ des in den USA lebenden israelischen Comic-Künstlers Koren Shadmi in stilisierten Schwarz-weiß-Zeichnungen …
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Julian Voloj, Claudia Ahlering: „Marlene Dietrich – Augenblicke eines Lebens“

Im Verlag Knesebeck ist eine Comic-Biografie erschienen, die sich dem international bekanntesten Star widmet, den das deutsche Kino hervorgebracht hat: Marlene Dietrich. Das Leben der vor rund 120 Jahren, am 27.12.1901, geborenen Schauspielerin, die nach ihrem Wechsel nach Hollywood zu einer Ikone des Kinos der „Goldenen Ära“ wurde, wird darin als subjektiver Rückblick der alten Dietrich aufgerollt …
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Chaplin Comic-Biografie:
„Charlie Chaplin – Ein Leben für den Film“


 
Charles Chaplin war 88 Jahre alt, als er an Weihnachten 1977 in der Schweiz starb. Ein langes, intensives und wechselreiches Leben lag hinter dem weltberühmten Komiker, der als Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent, Komponist und sogar Editor seiner Filme gewirkt hatte. Ein solches Leben und Werk angemessen Revue passieren zu lassen, ist kein leichtes Unterfangen. Einige haben das schon versucht, darunter Chaplin selbst …

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George Takei: „They called us enemy“


 
George Takei, der Darsteller des Lieutenant Sulu aus der „Raumschiff Enterprise“-Serie, verbrachte seine Kindheit in einem Internierungslager für japanisch-stämmige US-Amerikaner. In einem autobiografisch inspirierten Comic, der kürzlich in deutscher Übersetzung erschienen ist, erzählt er von seinen bitteren Erfahrungen mit Rassismus im eigenen Land.
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Die Disney-Comicbiografie „The Moneyman“
und eine Comic-Reihe mit Disney-Hommagen

 
Roy Disney? Hieß der nicht Walt? Ja, und nein! Experten wissen, dass Roy Disney der ältere Bruder von Walt Disney ist. Dessen bahnbrechende Zeichentrickfilme mit weltberühmten Figuren wie Mickey Mouse oder Donald Duck kennt jeder, was auch für die Freizeitparks wie Disney World gilt. Doch viele weniger bekannte Details über Walt Disney und seine Firma, die sich vom „Start-up“ in den 1920er-Jahren zum gewaltigen Medienimperium entwickelt hat, lassen sich eher über die Stimme von Walt Disneys älterem Bruder Roy Disney erzählen. Das zumindest ist die Grundannahme von „The Moneyman“, einem Comic des italienischen Zeichners. Seine Comic-Biografie wurde 2016 in Italien veröffentlicht und ist im Frühjahr 2019 auch in deutscher Übersetzung erschienen.

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Fantastisches Füllhorn
„Black Hammer“ von Jeff Lemire

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Auf dem diesjährigen Comic-Salon Erlangen war eine Ausstellung der kanadischen Comic-Szene gewidmet, in deren Zentrum der zurzeit wohl erfolgreichste kanadische Comic-Zeichner und -Autor stand: Jeff Lemire. Lemire steht zugleich für den gelungenen Spagat zwischen Independent und Mainstream, zwischen Autoren-Comic und industrieller Massenware. Als sein erstes grösseres Werk – die Essex County-Trilogie, die im ruralen Kanada, in dem auch Lemire aufwuchs, angesiedelt ist – erschien, wurde dieses noch dem Autoren-Comic zugeordnet. Doch schon bald schrieb Lemire für die grossen amerikanischen Verlage Superheldengeschichten… „Fantastisches Füllhorn
„Black Hammer“ von Jeff Lemire“
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Ein Comic über Gérard Depardieu
„Gérard – Fünf Jahre am Rockzipfel von Depardieu“ von Mathieu Sapin

 
Pinkeln im Flugzeug, Steuerflucht nach Belgien, Staatsflucht nach Russland! Das sind die Schlagzeilen, mit denen der französische Schauspieler Gérard Depardieu in den letzten Jahren am meisten Aufsehen erregt hat. Zeitgleich hat er in vielen Filmen mitgespielt. Und er war als Comicfigur zu sehen: In den Realverfilmungen der „Asterix“-Comics spielt er – das liegt bei dem 140-Kilogramm-Koloss auf der Hand – den Obelix. Dass die Presse in der letzten Zeit eher über private Skandale als über seine Arbeit als Filmschauspieler berichtet, liegt nicht am Mangel neuer Filme. Es liegt an Depardieus ungehemmter Selbstdarstellung. Er weiß das selber: „Karikaturen kenn’ ich zur Genüge. Bin selber eine …“, sagt er zu dem Comiczeichner Mathieu Sapin einmal während einer Russlandreise. Sapin hat nun einen Comic über Depardieu gemacht.

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Leidenschaft ohne Reue:
„Wie ich versuchte, ein guter Mensch
zu sein“ von Ulli Lust

Ulli Lust hat mit ihrem autobiografischen Graphic Novel-Debüt „Heute ist der letzte Tag vom Rest meines Lebens“ ihre Meisterschaft im visuellen Erzählen bezeugt und mit ihrer nicht minder gelungenen Adaption von Marcel Beyers Roman „Flughunde“ bewiesen, dass sie nicht nur aus ihrem eigenen Leben schöpfen kann. Insofern kann sie sich mit ihrem neuen Werk „Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein“ wieder in aller Ausführlichkeit einer Fortsetzung ihres Debüts widmen. „Leidenschaft ohne Reue:„Wie ich versuchte, ein guter Menschzu sein“ von Ulli Lust“ weiterlesen