Filmgespräch mit Anja Uhland,
Co-Produzentin von „Mustang“


 
Für die internationale filmschule köln (ifs) durfte ich am 9. September 2020 in der Reihe „20 Jahre ifs: Alumni im Fokus“ nach dem Streaming von Deniz Gamze Ergüvens Oscar-nominierten Film „Mustang“ mit der Co-Produzentin Anja Uhland über die Entstehung des Films und die aufregende Zeit rund um die Oscar-Nominierung sprechen.

Hier geht es zum kleinen Nachbericht der ifs.

filmsociety-Preview von „Undine“ und
Gespräch mit Regisseur Christian Petzold


 
Am 28. Juni 2020 fand die filmsociety-Preview von Christian Petzolds neuem Film „Undine“ im Kölner Weisshaus Kino statt, die wegen der Pandemie vom 22.3. auf den Sommer verlegt werden musste. Im Anschluss an den Film habe ich mit Regisseur Christian Petzold über das Berliner Wasser-Märchen, die dahinter stehende Mythologie, die Bezüge zu anderen Filmen, zu Berlin und die Arbeit mit den beiden Hauptdarsteller*innen Paula Beer und Franz Rogowski gesprochen.

George Takei: „They called us enemy“


 
George Takei, der Darsteller des Lieutenant Sulu aus der „Raumschiff Enterprise“-Serie, verbrachte seine Kindheit in einem Internierungslager für japanisch-stämmige US-Amerikaner. In einem autobiografisch inspirierten Comic, der kürzlich in deutscher Übersetzung erschienen ist, erzählt er von seinen bitteren Erfahrungen mit Rassismus im eigenen Land.
Hier geht es zum vollständigen Text für den filmdienst

Berlinale Rundgang 2020

Auch wenn man in all den Jahren Ermüdungserscheinungen verspüren könnte: Gleich zwei gute Gründe gibt es in 2020, wieder nach Berlin zu fahren: Zum einen steht mit der 70. Ausgabe ein Jubiläum an. Zum anderen ist es nach fast zwei Dekaden unter der Leitung von Dieter Kosslick die erste Ausgabe des einzigen deutschen A-Filmfestivals under der neuen, gemeinsamen Leitung von Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek und dem Künstlerischen Leiter Carlo Chatrian, der ehemalige Leiter der Filmfestspiele in Locarno …
 
Hier findet man den mit über 30.000 Zeichen etwas lang gewordenen, vollständigen Text für das Kaput-Magazin.

„Rendezvous mit … Andreas Dresen“

Für die filmsociety im Kunstsalon habe ich für das jährliche Werkstattgespräch „Rendezvous mit …“ den Regisseur Andreas Dresen nach Köln eingeladen. Neben zwei Filmvorführungen mit Filmgespräch (bei „Sommer vorm Balkon“ von 2005 als Einführung durch den Filmjournalisten Lutz Gräfe, bei seinem Debüt „Stilles Land“ von 1992 als Gespräch zwischen Andreas Dresen und mir) gab es ein langes Werkstattgespräch zwischen Lutz Gräfe und Andreas Dresen im Kunstsalon.
Am 9. Februar 2020 war der Filmregisseur Andreas Dresen unser Ehrengast der filmsociety. Im Rahmen der Veranstaltung „Rendezvous mit …“ hat der Filmexperte- und kritiker Lutz Gräfe im fast ausverkauften KunstSalon ein intensives Werkstattgespräch mit dem renommierten Filmemacher geführt.

„„Rendezvous mit … Andreas Dresen““ weiterlesen

Kleine Presseschau

Ende August erschien anlässlich des 25-jährigen Jubiläums ein Artikel in der Kölnischen Rundschau über die Filmsociety im Kunstsalon und meine Arbeit als deren Programmleiter.
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Die Disney-Comicbiografie „The Moneyman“
und eine Comic-Reihe mit Disney-Hommagen

 
Roy Disney? Hieß der nicht Walt? Ja, und nein! Experten wissen, dass Roy Disney der ältere Bruder von Walt Disney ist. Dessen bahnbrechende Zeichentrickfilme mit weltberühmten Figuren wie Mickey Mouse oder Donald Duck kennt jeder, was auch für die Freizeitparks wie Disney World gilt. Doch viele weniger bekannte Details über Walt Disney und seine Firma, die sich vom „Start-up“ in den 1920er-Jahren zum gewaltigen Medienimperium entwickelt hat, lassen sich eher über die Stimme von Walt Disneys älterem Bruder Roy Disney erzählen. Das zumindest ist die Grundannahme von „The Moneyman“, einem Comic des italienischen Zeichners. Seine Comic-Biografie wurde 2016 in Italien veröffentlicht und ist im Frühjahr 2019 auch in deutscher Übersetzung erschienen.

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Panoramen einer Ehe
„Nuestro Tiempo“ von Carlos Reygadas

 
Carlos Reygadas schafft es immer wieder: Er bannt Momente auf die Leinwand, die wirklicher als das Leben erscheinen. Es sind häufig schockartige Momente, die einem ganz unvermittelt die Tragweite des irdischen Daseins im wörtlichen Sinn vor Augen führen. Mitunter sind diese ‚Schocks‘ aber auch ganz zarte Momente von existentieller Tragweite.

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Eine außergewöhnliche Wohngemeinschaft
„Shoplifters – Familienbande“ von Hirokazu Kore-eda

 
Sie haben ihre Geheimzeichen, sie haben ihre Tricks: Osamu Shibata (Lily Franky) und sein Sohn Shota (Kairi Jyo) schlendern unauffällig durch ein Geschäft, dann gibt Shota ein Zeichen, und während Osamu Sichtschutz gibt, füllt der Junge seinen Rucksack. Das machen die beiden schon sehr routiniert, um das karge Einkommen der Familie aufzubessern. Auf dem Nachhauseweg von einer ihrer Diebestouren entdecken sie im kalten Dunkel ein kleines, trauriges und verwhrlostes Mädchen auf einem Balkon …

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Naive Allmachtsfantasie
„In my Room“ von Ulrich Köhler

 
Thomas Oppermann macht sich im Kanzleramt für eine Ansprache vor der Presse bereit. Die Kamera wird eingestellt, Oppermann setzt an… cut. Oppermann hat seine Rede beendet, die Kamera hetzt zu Wagenknecht, wird eingestellt, Wagenknecht setzt zur Rede an… cut. Das geht noch zwei Mal so. Dann sieht man drei Menschen an einem Schnittplatz, die das Filmmaterial von den Pressekonferenzen sichten… betretenes Schweigen…

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Ein Hundeleben
„Isle of Dogs – Ataris Reise“ von Wes Anderson


 
Dass der Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale von Wes Anderson kam, war keine große Überraschung. Schließlich liefen zuvor bereits vier seiner Filme im Wettbewerb: „Die Royal Tenenbaums“ (2002), „Die Tiefseetaucher“ (2005) und „Grand Budapest Hotel“, der 2014 zugleich Eröffnungsfilm war. Doch „Isle of Dogs“ ist ein Puppentrickfilm, und das kann man dann doch eine erstaunliche und mutige Entscheidung des Festivals nennen, zumal er als erster Animationsfilm in der Geschichte des Festivals zur Eröffnung lief.

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