„Wir werden uns wiederseh’n“ von Stefan Hillebrand und Oliver Paulus

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Die Richtigen

Die beziehungsgeschädigten Frauen Petra und Barbara arbeiten beide in einem Pflegeheim. Als Holger dort eine Stelle antritt, wird es reichlich turbulent. Mit „Wenn der Richtige kommt“ hat das Regisseurpaar Stefan Hillebrand und Oliver Paulus im Jahr 2004 den besten übersehenen deutschen Film gemacht…

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(Bundesstart: 3.5.2007)

zuerst erschienen in choices 05/07

Die Zimmermänner (Konzert, 7.5.2007, Gebäude 9, Köln)

Vom Marktwert der alten Platten auf ebay sollte man nicht auf seinen aktuellen Marktwert schließen. Das haben die Zimmermänner aber vielleicht gemacht, als sie für ihre Tour in Köln das Gebäude 9 buchten, das dann aber nur sehr luftig gefüllt war. Um genau zu sein: Das Verhältnis Auf-der-Bühne zu Vor-der-Bühne dürfte 1:5 gewesen sein (aber immerhin waren 8 Leute auf der Bühne – Mathematiker, nun legt mal los …).   „Die Zimmermänner (Konzert, 7.5.2007, Gebäude 9, Köln)“ weiterlesen

Second Life

Kleiner Nachtrag zu meinen Gedanken zu Second Life: Hier wird tatsächlich über die ersten Journalisten-Kollegen berichtet, die Fernseh-Nachrichten von und für Second-Life machen. Und zum Thema Gewalt erfährt man: Natürlich  – wie naiv von mir – hat sich hier schon die Mafia eingenistet. Auf der Gossip-Seite zum zweiten Leben – das auch ein Nachtrag zu PR- und Gewinnaktionen in der Parallelwelt – werden derweil digitale Luxuskarossen verlost. Toll! Jetzt muss ich wirklich mal langsam den Sprung wagen – sonst rast noch das echte digitale Leben komplett an mir vorbei.   

Spider-Man 3 …

…angucken hab ich mir geschenkt. Bin ja nicht so der Superhelden-Fan, außer sie kommen von Alan Moore oder Frank Miller. Und auch die Vefilmungen davon sind selten mehr als ein nettes High-Tech-Spektakel – oft weniger. Oder sehe ich das zu schmalspurig? Hab ich was verpasst? 

Ocean of Subculture

Über den einfach-persönlich-Blog von Jörg Petermann bin ich auf diese schöne ‚Landkarte der Online-Communities‘ gestoßen. Demnach wären wir hier auf Tiefkultur im „Ocean of Subculture“, gleich neben der „Sea of Culture“. Gefällt mir: Meerestiefe, Mariannengraben, … tief … graben … 

„Junebug“ von Phil Morrison

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Im Hinterland

Madeleine und George sind seit sechs Monaten verheiratet, kennen sich aber noch nicht allzu gut. Eine Geschäftsreise führt Madeleine in Georges Heimat, dessen Familie sie nun kennen lernen will. Es kommt zum Kulturclash zwischen Großstadt und Provinz …

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(Bundesstart: 1.3.2007)

zuerst erschienen in choices 03/07 

„Valerie“ von Birgit Möller (Interview)

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Zwischengeparkt

Valerie ist Model und kommt nach längerer Zeit wieder nach Berlin. Sie steigt in einem Luxushotel ab, eine Auftragsflaute kann sie damit aber nur kosmetisch kaschieren …

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Interview mit Birgit Möller:

Du sagst, für die Themenfindung war ein Bericht über so genannte „Schattenfrauen“ in den USA bedeutend. Waren auch die Filme von Amos Kollek, z.B. „Sue“, der ein ähnliches Frauenschicksal behandelt, Inspirationsquelle für „Valerie“?

Ja, auf jeden Fall habe ich filmische Vorbilder. Dazu gehören auch „Sue“, „Wanda“ oder „Woman under Influence“ … 

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Bobby Conn (Konzert, 23.4.2007, Gebäude 9, Köln)

Gläubig

Ich dachte, irgendwann im Leben muss sich jeder entscheiden, ob er Bobby Conn verehrt oder nicht. Folglich war ich sehr überrascht, als ich bei meiner Ankunft einen ziemlich leeren Saal vorfand. Bobby Conns Stamm-Club in Köln, das charmante, fabrikhallenartige Gebäude 9, sah gegen halb zehn noch relativ verwaist aus …   „Bobby Conn (Konzert, 23.4.2007, Gebäude 9, Köln)“ weiterlesen

Verwahrlosung

Die Geschichte klingt exakt wie aus dem Drehbuch zu „Nobody Knows“ des japanischen Regisseurs Hirokazu Kore-eda. Man kann zwar nicht sagen: ‚Wenn die Wirklichkeit die Kunst einholt‘, denn der Film beruhte schon auf einem tatsächlichen Fall – allerdings ereignete der sich in Japan. Wenn sich dann soetwas in Deutschland ereignet, ist es aber doch etwas schockierender. Irgendwie denkt man ja immer noch in vielen Dingen, dass das so hier nicht möglich sei. Verwahrlosung gibts hierzulande aber natürlich auch, und wird es immer häufiger geben. Böses denkt, wer einen Zusammenhang zum Abbau des sozialen Netzes sieht … 

„Little Children“ von Todd Field

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Wie es hätte sein können

Die Mittelschicht in einem amerikanischen Vorort: Hier kreuzen sich die Wege von frustrierten Ehefrauen, gescheiterten Ehemännern, spießigen Hausfrauen und einem Pädophilen. Hier werden Träume geträumt und begraben …

Mit „Little Children“, nach „In the Bedroom“ der zweite Film von Todd Fields, der auch als Schauspieler arbeitet („Eyes Wide Shut“), beweist der Regisseur, dass er ein Händchen für eine unaufgeregte Milieubeschreibung hat …

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(Bundesstart: 26.4.2007)

zuerst erschienen in choices 04/07 

„Sechshundertsechsundsiebzig Erscheinungen von“ Killoffer

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‚Es‘ ist nackt

Killoffer ist zusammen mit Lewis Trondheim Gründungsmitglied des großartigen Comic-Verlags L’Association. Eine Art Verlag der Autoren, aber auch ein Autorenverlag, denn hier toben sich erkennbar Subjekte aus. Killoffer ist wie sein Kollege Trondheim ein nicht gerade zartbesaitetes Subjekt. Das zeigt auch sein jüngst in deutsch erschienenes Album „Sechshundertsechsundsiebzig Erscheinungen von Killoffer“…

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„Full Metal Village“ von Sung-Hyung Cho

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Muhen und Grunzen

Eine Deutsch-Koreanerin kommt in ein kleines norddeutsches Dorf und beobachtet dort die Vorbereitungen für eines der größten Metal-Festivals der Welt. Ein Heimatfilm vor ungewohntem Hintergrund

Einen Bericht über das vielleicht größte Heavy Metal Festival der Welt stellt man sich anders vor: Eine ruhige Dorfstraße, idyllische Wiesen und vor allem – Stille…

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(Bundesstart: 19.4.2007)

Zuerst erschienen in choices 04/07

Miranda July

Ich bin ja eh schon ganz großer Miranda July Fan. Ihr Film „Me and you and everyone we know“ war ganz bezaubernd. Ihr Websiten-Projekt   Learning to love you more ist eine ganz großartige soziale Skulptur, die man hippiesk oder kitschig schimpfen kann, die aber Alltagspoesie, Kunst und … ähm, Nächstenliebe wunderbar miteinander verbindet (nehmt Euch Zeit zum stöbern). Die Startseite von Miranda Julys Hauptseite läßt einem das Herz auf ähnliche Art schmelzen.

Und nun finde ich im Blog von Mercedes Bunz den Hinweis auf die ganz fantastische Ankündigung ihres neuen Buches auf ihrer Seite No one belongs here more than you. Wunderbarer Humor. Seufz … 

Aber au weia, die Titel der Seiten sind schon ziemlich hippiemäßig, fällt mir jetzt wieder auf. Trotzdem seufz…