Comicgeschichte Deutschlands im Fernsehen

Heute um 22:35 zeigt Arte in ‚Tracks‚ u.a. einen kurzen Bericht zur Comicgeschichte in Deutschland. Wahrscheinlich ein Abriss in 3 Minuten und 46 Sekunden. Mal sehen, was das wird. Dass der Einführungstext mit „Zack, Bumm, Krach, Swusch!“ beginnt, lässt allerdings nicht unbedingt das Beste erwarten … 

Art Spiegelman über „Verbotene Bilder“

Holger Kreitling schreibt in der Welt einen schönen Artikel über Art Spiegelman, den legendären Herausgeber des Avantgarde Comicmagazins „Raw“ und Zeichner des zweibändigen Holocaust-Comics „Maus“ (gerade neu bei Fischer in einem Band erschienen unter dem tollen Titel „Die vollständige Maus“). In Berlin hielt der ‚Absolutist der Meinungsfreiheit‘, wie Kreitling schreibt, bei der Bundeszentrale für politische Bildung einen wohl äußerst gelungenen Vortrag über „Verbotene Bilder“

Otannenbaum …

Das Geschäft bleibt über die Feiertage geschlossen.
Wer sich langweilt, kann sich solange mit dieser Teufelsmaschine vergnügen. Die hat der von mir äußerst geschätze Comiczeichner Leo Leowald zum Nikolaus geschenkt bekommen (ist über die Zahlen der Tastatur zu bedienen und rockt wie sau). Wer’s besinnlicher mag, goutiert dieses Lied vom großartigen Harald ‚Sack‘ Ziegler, in Szene Gesetzt von Herrn Leowald persönlich (Play-Button drücken).

Viel Spaß damit und natürlich ein frohes Fest wünscht die Abteilung Tiefkultur.
Danach geht es mit den Kinostarts vom 27.12. und vor allem sinnlosen Jahrescharts bis ins neue Jahr hinein weiter …

„Persepolis“ von Marjane Satrapi & Vincent Paronnaud

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Die kleine Marjane wächst in den 70er und 80er Jahren im Iran auf. Aufgrund der politischen Wirren schicken ihre Eltern den Teenager ins Exil nach Wien. Aber dort ist das Leben auch nicht gerade einfach. Mit ihrem Comic „Persepolis“ (hier die Rezensionen zu „Eine Kindheit im Iran“ und „Jugendjahre„) hat Marjane Satrapi einen Bestseller gezeichnet. Nun hat sie daraus einen Film gemacht … lesen 
(Bundesstart: 22.11.2007)

Zuerst erschienen in choices 11/07

Jüdische Superhelden

Dass die amerikanischen Superhelden-Comics den gegen das jahrhunderte alte Trauma der Verfolgung entgegegestellten Selbstermächtigungsfantasien jüdischer Emigranten entsprungen sind, weiss man schon länger, spätestens aber seit Michael Chabons im Jahr 2001 mit dem Purlitzer Preis ausgezeicnetem Roman „Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay“. Anlässlich einer Ausstellung in Paris umreißt Johannes Willms das Thema noch mal knapp in der Süddeutschen Zeitung.