Wie versprochen, die Fortsetzung! Allerdings auf den ersten Blick nicht so imposant wie das modernistische Schachtelhaus. Oder doch? Zur Erklärung der Bilder müsste man aber noch erwähnen, dass die ehemalige römische Mauer um Split in der Folgezeit vom Bürgertum annektiert und Stück für Stück in Wohnraum ummodeliert wurde. Reclaim öffentlichen Raum – schon im Mittelalter eine gängige Forderung also. Das Resultat wirkt wie postmoderne Architektur, in der antike, mitelalterliche und neuzeitliche Stile auf groteske Art vermischt werden: Alte Mauerbögen und Portale wurden einfach zugemauert und mit kleinen Fenstern versehen, Gebäude vor oder auf die alte Mauer gebaut. So wohnt hinter großherrschaftlicher Fassade ‚gemeines Volk‘, das seine Wäsche ungeniert zwischen den herrschaftlichen Säulen aufhängt.
2 Antworten auf „Architecture in Split Vol. 2“
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Heißer Tipp für Freunde sozialistischen Bauens auch: Eisenhüttenstadt. Dort hat die DDR eine grossartige sozialistische Vorzeigesiedlung bauen lassen, welche ich vorgestern besuchte. Unbedingt zu empfehlen.
Glaube ich gerne, der Name spicht schon Bände. Dann gehts also im nächsten Sommerurlaub nach Eisenhüttenstadt. Vielleicht ist dann auch ein Abstecher nach Glashütte, Schwarze Pumpe oder Halle drin. Gibt’s denn Fotos?