Scott Walker: The Drift

Höchstens alle zehn Jahre macht Scott Walker eine Platte, seit er Mitte der 60er Jahre mit der ‚Boy Group’ The Walker Brothers ein existentialistischer Teenie Star wurde und danach Ende der 60er schnell hintereinander fünf Soloalben veröffentlichte.

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„The sun ain’t gonna shine any more“, der Titel einer der Nummer 1-Hits der Walker Brothers, trifft die Stimmung des neuen Albums des 63Jährigen am ehesten. Neue Musik, Industrialsounds, Elektronik und ein theatralisch hoher Gesang vermischen sich zu einem ergreifenden Horrortrip, der sich mühelos einreiht zwischen Furcht einflößenden Platten wie Tim Buckleys „Lorca“; Nicos „Marble Index“, Goblins Soundtracks für Dario Argento oder SPKs „Leichenschrei“. Ein harter Brocken, der die Mühe lohnt.
(4AD, VÖ: 5.5.06)

zuerst erschienen in Kölner Illustrierte 05/05