
Kurz vor der Premiere seiner 9. Sinfonie benötigt Ludwig van Beethoven einen Kopisten, um die Noten aufzuschreiben. Man schickt ihm die junge Anna Holtz. Beethoven ist zunächst empört, dann belächelt er sie. Schließlich erkennt er ihr Talent …
Die vier Tage vor der Uraufführung der 9. Sinfonie Beethovens stehen im Mittelpunkt des Films. Die Kopistin Anna Holtz erträgt Beethovens rücksichtsloses Verhalten, weil sie ihn als Musiker verehrt und ihm außerdem ihr eigenes Werk zeigen will. Das Urteil fällt vernichtend aus und Holtz ist tief gekränkt. Agnieszka Holland meint es gut, wenn sie neben Beethoven eine weibliche Künstlerin etablieren will. Doch Ed Harris als Beethoven poltert durchs Bild, dass kaum Platz bleibt. Vor allem nicht für eine Diane Kruger, die wieder mal nur mittelmäßige Schauspielkunst präsentiert. Zum Schluss bietet der Film allerdings eine ergreifende Szene: Wenn Beethoven Holtz die Notation seiner legendären Großen Fuge diktiert, wird er zunehmend abstrakter, bis er in reinen Bildern schwelgt. Ein gelungenes Bild für die sagenhafte Modernität der Großen Fuge.
(Bundesstart: 5.4.2007)
Zuerst erschienen in choices 04/07

