Am 20. Januar feierte die Filmsociety um 19.30 im ausverkauften großen Saal des Odeon Kino in Kooperation mit der Oper Köln die Preview von Pablo Larraíns „Maria“ über die Operndiva Maria Callas. Anschließend sprach ich mit Hein Mulders, dem Intendanten der Oper Köln, über den Film, der die Sängerin in der letzten Woche vor ihrem Tod in ihrem luxuriösen Pariser Appartement begleitet.
In den 1970er Jahren hatte sich Maria Callas weitgehend zurückgezogen, 1977 stirbt sie mit nur 53 Jahren. Pablo Larraín erzählt von ihrem Leben an der Seite ihres Butlers und ihres Haushälterin, die sie je nach Laune freundlich, aber bestimmt herumschubst. Entlang eines fiktiven Interviews mit einem Journalisten, der genau so heißt wie das Aufputschmittel, das Maria Callas übermäßig schluckt, zwischen den Zeitebenen, wenn sie sich an ihr Leben zurückerinnert. Jolie spielt die innere Zerrissenheit überzeugend, Kameramann Ed Lachmann packt die tragische Geschichte in eine wunderbare Bildwelt. „Maria“ ist nach „Jackie“ über Jackie Kennedy und „Spencer“ über Lady Diana der Abschluss von Pablo Larraíns Trilogie über außergewöhnliche Frauen des 20. Jahrhunderts, die mit ihren Rollen hadern.
Mit Hein Mulders, der seit der Spielzeit 2022/23 Intendant der Oper Köln ist, sprach ich anschließend über Maria Callas und die filmische Umsetzung des Themas. Dabei hat sich Mulders erwartungsgemäß als hervorragender Opernkenner gezeigt, der dem Publikum viel Hintergrundwissen zum besseren Verständnis liefern konnte und auch seine persönliche Begeisterung der Jahrhundertsängerin tei!


