Trotz Rock’n’Roll-Biografien und anderer Projekte hat es Reinhard Kleist nun doch noch geschafft, seine „Berlinoir“-Trilogie abzuschliessen …Die ersten beiden Bände der in einem fiktiven Berlin angesiedelten Saga um den Kampf der Menschen mit den die Stadt beherrschenden Vampiren sind bereits 2003 und 2004 erschienen. Der dritte Band „Narbenstadt“ bringt das von Tobias O. Meissner meisterlich mit Anspielungen auf politische und kulturelle Ereignisse versetzte Werk zu Ende: Fantastische Literatur, die in ständig variierender Weise Vergleiche zu Faschismus, Nachkriegszeit, DDR-Regime und Kapitalismus herstellt. Weniger analytische, denn gefühlte Analogien, die Kleist imposant inszeniert hat.
(Edition 52)
Zuerst erschienen in Strapazin 92 / September 08


