Auf den Spuren der Verlierer der Globalisierung reist Hans-Christian Schmid der schmutzigen Wäsche aus Berliner Luxushotels bis nach Polen hinterher … Die wenigsten Kinogänger dürften wissen, dass Hans-Christian Schmid, der Regisseur von solch erfolgreichen Filmen wie „Nach 5 im Urwald“, „23“, „Crazy“, „Lichter“ oder „Requiem“ ursprünglich vom Dokumentarfilm kommt. Mit seinem neuen Film kehrt er zu seinen Wurzeln zurück und beobachtet die Arbeit von polnischen Frauen, die täglich in einer Großwäscherei in Polen die schmutzige Wäsche von Großhotels in Berlin reinigen. Willkommen in der globalen Wirtschaftswelt. Statt allzu sehr auf den Irrwitz der Globalisierung abzuzielen, widmet sich Schmid zunehmend den Frauen und ihrem Leben am Rande der Armut. Das wirkt zunächst etwas fahrig, weil der Film zwischen den verschiedenen Schicksalen der Mitglieder zweier Familien pendelt, führt einen aber intensiv in eine Welt, die zwar geografisch nah, einem ansonsten aber recht fern ist.
(Bundesstart: 7.5.2009)
Zuerst erschienen in choices 07.09


