Eine Hochzeit soll wegen Staatstrauer ausfallen. Aber die Hochzeitsgesellschaft ist erfindungsreich …Ein rumänisches Dorf im Jahr 1953: Die Hochzeit von Iancu und Mara steht bevor, als Stalin stirbt und die angeordnete Staatstrauer jegliches Feiern verbietet. Trickreich versucht die Dorfgemeinschaft, das Verbot zu umgehen. Horatiu Malaele inszeniert seine Geschichte aus der kommunistischen Diktatur als überzeichnete Burleske. Die Menschen im Dorf sind eher Karikaturen denn Identifikationsfiguren. Die überbordende und gauklerhafte Regie erinnert immer wieder an Emir Kustorica, zuweilen auch an Fellini. Dass kann mit den Zoten und dem Fäkalhumor auch mal enervierend sein. Die sehr lange, titelgebende Hochzeitsszene ist wiederum eine großartige, gleichermaßen komische wie tragisch-poetische Inszenierung, die an so große Meister wie Jacques Tati erinnert.
(Bundesstart: 26.11.2009)
Zuerst erschienen in choices 12.09)


