Elektro-Pop Uff! Das ist erst mal harter Tobak, den Barbara Morgenstern uns mit dem Opener anbietet. Schlager, möchte man abwehrend ausrufen, was vor allem an dem glatten Gesang liegt. Gibt man der Platte aber eine Chance, dann merkt man schnell, dass die erste Einschätzung der Musik so gar nicht gerecht werden will.

Schon der zweite Track „The Operator“ schielt mit schwungvollem Elektro-Pop auf die Tanzfläche. Über diesen Umweg findet man dann auch zu dem Rest der Platte, der vor allem zwischen balladesken Momenten und langen Instrumentalpassagen pendelt. Vor allem letztere zeigen Morgensterns Künste, mit viel Piano (oder dem wunderbar warmen Sound ihrer Orgel), ungewöhnlichen Harmoniefolgen und ein wenig Electronica-Geknister gefühlvolle, intelligente Musik zu kreieren – auch wenn man manchmal zurückschreckt vor der Direktheit und dem sorglosen Umgang mit vermeintlich Peinlichem.
(Monika / Indigo, VÖ: 21.4.06)

