„The Master“ von Paul Thomas Anderson

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Eine Strandszene: Junge Männer sitzen herum, lachen. Doch es ist keine entspannte Urlaubsszene, die den neuen Film von Paul Thomas Anderson („Magnolia“, „Punch-Drunk Love“, „Boogie Nights“, „There Will Be Blood“) einleitet: Wir sehen Marines am Ende des Zweiten Weltkriegs, wahrscheinlich auf einer Insel im Pazifischen Ozean. Erleichterung, aber auch Ungewissheit spiegelt sich in ihren Gesichtern. Einer von ihnen wirkt hingegen nicht nur ver-, sondern regelrecht gestört … „„The Master“ von Paul Thomas Anderson“ weiterlesen

„Blank City“ von Céline Danhier

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Die New Yorker Junkie-Variante der New Wave ist unter dem Begriff No Wave populär geworden. Brian Enos Compilation „No New York“ mit Mars, DNA, James White und Lydia Lunchs erster Band Teenage Jesus sorgte 1978 für Aufmerksamkeit. Den Titel von Céline Danhiers Filmdoku „Blank City“ dürften viele ebenfalls mit Musik assoziieren, schließlich stammt die Bezeichnung für die New Yorker Punkszene aus dem Jahr 1974 von Richard Hell beziehungsweise Television. Musik spielt dennoch nicht die Hauptrolle in Danhiers „Blank City“ weiterlesen

(Bundesstart: 24.1.2013)

„Der Geschmack von Rost und Knochen“
von Jacques Audiard

Der Geschmack von Rost und Knochen

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist vielleicht die Mitte des Films, und man hat da schon einiges zu verarbeiten, da sieht man eine hübsche, junge Frau selbstbewusst auf eine Gruppe grober, ungepflegter Typen zuschreiten. Sie ist schlank, sieht beinahe wie ein Model aus. Die Kerle hingegen sind verschlagen und verströmen Aggression. Alleine dieser Kontrast löst im Zuschauer schon irritierende Gefühle aus … „„Der Geschmack von Rost und Knochen“ von Jacques Audiard“ weiterlesen

„Paradies: Liebe“ von Ulrich Seidl

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Ulrich Seidl ist seit 20 Jahren bekannt für seinen ungeschönten Blick in die Abgründe der Gesellschaft. Und er ist bekannt für seine irritierende Mischung von dokumentarischen und fiktionalen Elementen, die sich unter anderem in einem Cast aus professionellen Schauspielern und Laiendarstellern niederschlägt. So auch im Auftakt zu Seidls Paradies-Trilogie … „„Paradies: Liebe“ von Ulrich Seidl“ weiterlesen

„Tabu“ von Miguel Gomez

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Als der Portugiese Miguel Gomes auf der Berlinale 2012 für seinen dritten Spielfilm „Tabu“ den Alfred-Bauer-Preis entgegennahm, wirkte er etwas konsterniert, seine Freude war verhalten. Fast so, als hätte er den Goldenen Bären erwartet. Den vermeintlich arroganten Gesichtsausdruck erklärte er in seiner Dankesrede aber ganz anders: Er wunderte sich darüber, mit seinem altmodischen Schwarzweiß-Film einen Innovationspreis für neue Perspektiven in der Filmkunst gewonnen zu haben … „„Tabu“ von Miguel Gomez“ weiterlesen

„Das Venedig-Prinzip“ von Andreas Pichler (Interview)

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Eine alte Dame lebt inmitten ihrer Bücher in einem kleinen Kabuff. Den Großteil ihrer Wohnung vermietet sie an Touristen. Ein Immobilienmakler verkauft Wohnungen zu Höchstpreisen. Ein Mann organisiert die Umzüge der vielen Einwohner, die die Stadt verlassen. Im Hafen liegen drohend riesige Kreuzfahrtschiffe … „„Das Venedig-Prinzip“ von Andreas Pichler (Interview)“ weiterlesen

„This ain’t California“ von Marten Persiel (Interview)

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Zu Beginn erfährt man, dass der Vater von einem der Jungs gute Westkontakte hatte und immer an Filmmaterial kam. Wir sehen also recht lückenlos die Entstehung der Skaterszene bis zum Ende der DDR. In wunderbar atmosphärischen Bildern erleben wir das erste Ausprobieren der Tricks, das Werkeln an den Boards Marke Eigenbau, die wilden Partys und den Konflikt mit der Staatsmacht … „„This ain’t California“ von Marten Persiel (Interview)“ weiterlesen

„Guilty of Romance“ von Sion Sono

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Die Polizistin Kazuko wird an einen Tatort gerufen: Sie muss einen bestialischen Mord aufklären. Rückblende: Izumi wirkt auf den ersten Blick wie eine schüchterne Hausangestellte. Morgens stehen die Hausschuhe für den erfolgreichen Schriftsteller an ihrem Platz, abends werden sie zentimetergenau umgedreht, so dass der Herr direkt hineinschlüpfen kann … „„Guilty of Romance“ von Sion Sono“ weiterlesen

„Knistern der Zeit – Christoph Schlingensief
und sein Operndorf in Burkina Faso“
von Sibylle Dahrendorf (Interview)

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Der Begriff der Oper steht schnell im Weg, wenn man Christoph Schlingensiefs Projekt in Burkina Faso verstehen will. Eigentlich soll dort ein Dorf entstehen, mit Theaterraum, aber vor allem einer Basis-Infrastruktur mit Schule und Krankenraum. Dort sollen die Kinder lernen, und sie sollen spielerisch an die Kunst herangeführt werden … „„Knistern der Zeit – Christoph Schlingensief und sein Operndorf in Burkina Faso“ von Sibylle Dahrendorf (Interview)“ weiterlesen