Martin will nach seinem psychischen Zusammenbruch voller Hoffnung zu seinem alten Leben zurückkehren. Doch der Job ist weg, die Freundin auch und mit ihr die Wohnung. Es folgen Alkoholsucht und schließlich Obdachlosigkeit. „„Die Summe meiner einzelnen Teile“ von Hans Weingartner (Interview)“ weiterlesen
„Drive“ von Nicolas Winding Refn
Ein Mann ohne Eigenschaften: der namenlose Fahrer (Ryan Gosling) ist ein cooler Profi. Nur wenige Sätze kommen über seine Lippen, sein Gesicht lässt stets ein mehrdeutiges Lächeln erahnen. „„Drive“ von Nicolas Winding Refn“ weiterlesen
„The Artist“ von Michel Hazanavicius
1927 in Hollywood: George Valentin (Jean Dujardin) ist ein umjubelter Hollywoodstar und Schwarm der Frauen. Er sieht gut aus und hat Charme, doch der Ruhm hat auch seine Eitelkeit geweckt, gerne düpiert er seine Schauspielkolleginnen oder den Regisseur. Eines Tages trifft er per Zufall auf Peppy Miller „„The Artist“ von Michel Hazanavicius“ weiterlesen
„Die Ausbildung“ von Dirk Lütter (Interview)
Ein Jugenddrama – nicht über Revolte, sondern über das schleichende Gift der Anpassung: Mit seinen tristen Farben erinnert Lütters Kinodebüt an zwei ganz unterschiedliche Beobachtungen von Büroalltag. Lars von Triers „The Boss of it all“ und die Fernsehserie „Stromberg“. „„Die Ausbildung“ von Dirk Lütter (Interview)“ weiterlesen
„Und dann der Regen“ von Icíar Bollaín
In der an Fellinis „La Dolce Vita“ erinnernden Eröffnungsszene fliegt ein Transporthubschrauber mit einem riesigen Holzkreuz über die fruchtbaren Hänge eines seichten Andentals. Das Kreuz wird zu dem Drehort eines Filmes über den Eroberer Christoph Kolumbus geflogen. Es ist dort kein Zeichen von Frömmigkeit, sondern taucht als Instrument des Genozid an den Ureinwohnern auf „„Und dann der Regen“ von Icíar Bollaín“ weiterlesen
„The Ides of March – Tage des Verrats“
von George Clooney
In Shakespeares „Julius Cäsar“ warnt ein Wahrsager den Herrscher „Hüte Dich vor den Iden des März“. Der Wahrsager behielt Recht – jener Feiertag am 15. März sollte der Tag des Verrats durch Brutus werden. Zweitausend Jahre später ist das Gerangel um die Macht nur scheinbar gesitteter geworden … „„The Ides of March – Tage des Verrats“
von George Clooney“ weiterlesen
„Bullhead“
von Michaël R. Roskam (Interview)
Männerfilm – dieses Prädikat trifft auf Bullhead auf ganz eigene Art zu: Hier dreht sich alles um männliche Hormone, aber nicht nur die körpereigenen. Der junge Landwirt Jacky hat sich auf die Hormonmafia eingelassen … „„Bullhead“
von Michaël R. Roskam (Interview)“ weiterlesen
Fanta4 in 3D: Alternative Nutzung von Kinosälen
Fast 100 Jahre sprach man, wenn man über Kino redete, automatisch über Film. Das ändert sich. Im Kino findet dank digitalem Rollout die Konvergenz von Film, Oper, Theater, Tanz, Konzert oder gar Sportveranstaltung statt, die dort inzwischen live und demnächst wohl auch regelmäßig in 3D gezeigt werden können. Weiterlesen im E-Paper, Seite 17
„The Future“ von Miranda July
Sophie (Miranda July) und Jason (Hamish Linklater), beide Mitte 30, leben ohne großes Spektakel ihr Leben: Sie gibt Kindern Tanzunterricht, er hilft vom heimischen Sofa aus per Headset Usern bei Computerproblemen. Alles scheint soweit OK, aber irgendwas fehlt. Die beiden würden ihrem Leben gerne einen neuen Sinn geben und Verantwortung übernehmen … „„The Future“ von Miranda July“ weiterlesen
„Underwater Love“ von Shinji Imaoka (Interview)
Pink Film – das sind japanische Softsexfilme, die klaren Regeln unterworfen sind: 60 Minuten sind sie lang, haben eine mehr oder weniger bedeutsame Handlung und werden schnell und billig produziert. Der erste vom Kölner Filmverleih Rapid Eye Movies produzierte Pink Film hält sich nur teilweise an diese Regeln … „„Underwater Love“ von Shinji Imaoka (Interview)“ weiterlesen
Unabhängig und frei: Produzierende Fernsehmoderatoren
Seit Beginn des Privatfernsehens hat es sich etabliert, dass Moderatoren ihre eigenen Produktionsfirmen gründen. Eine Win-Win-Situation für Sender und die moderierenden Produzenten. Weiterlesen im E-Paper, S. 17
„Melancholia“ von Lars von Trier
Eine überdimensionale Stretch-Limousine müht sich über einen kurvigen Schotterweg, rangiert hin und her und bleibt dann stecken. Ein ziemlich sinnloses Unterfangen, das das Hochzeitspaar im Auto zum Lachen bringt … „„Melancholia“ von Lars von Trier“ weiterlesen
„Whores‘ Glory“ von
Michael Glawogger (Interview)
Ein Triptychon nennt Glawogger seine Dokumentation. Das korrespondiert mit der Tatsache, dass in allen drei Ländern die Prostituierten ihren Beruf mit ihrer Religion zu verbinden wissen … „„Whores‘ Glory“ von
Michael Glawogger (Interview)“ weiterlesen
„Über uns das All“ von
Jan Schomburg (Interview)
Sie führen seit Jahren eine gute Beziehung: Martha (Sandra Hüller) und Paul (Felix Knopp) leben in einer gemeinsamen Wohnung. Ihre Spielchen lassen erahnen, dass sie sich gut kennen. Dahinter scheint aber auch viel Unsicherheit auf. Wie wenig Martha von Paul weiß, erfährt sie erst, als er verschwindet, und sich alle Eckdaten seines Lebens mit ihm auflösen … „„Über uns das All“ von
Jan Schomburg (Interview)“ weiterlesen
„Le Havre“ von Aki Kaurismäki
Man kann das Autorenkino in zwei Gruppen einteilen: Jene Regisseure wie Stanley Kubrick oder Lars von Trier, die sich mit jedem Film neu erfinden und von Film zu Film neue Themen, einen neuen visuellen Stil, neue Technik, insgesamt eine neue Produktionsart erarbeiten. Und dann gibt es die Filmemacher, die anstatt virtuos auf der maximalen Klaviatur der Ausdrucksmöglichkeiten zu spielen ihre ganz eigene Handschrift immer mehr verfeinern… „„Le Havre“ von Aki Kaurismäki“ weiterlesen
„Die Vaterlosen“ von Marie Kreutzer
(Interview)
Der Vater ist tot, und damit auch ein Übervater gestorben. Er hatte einst eine Kommune gegründet. Die Liebe war befreit, entsprechend verwirrend die Vaterschaftsverhältnisse … „„Die Vaterlosen“ von Marie Kreutzer
(Interview)“ weiterlesen
„Blue Valentine“
von Derek Cianfrance
Der erste Eindruck trügt: Ein idyllischer Blick auf ein Haus auf der Wiese, die Familie beim Frühstück, der Mann kaspert mit der Tochter rum. Doch die Frau ist leicht genervt davon. Leicht genervt ist stark untertrieben, wie sich später zeigt. Wir wohnen vielleicht dem baldigen Ende der Beziehung von Dean (Ryan Gosling) und Cindy (Michelle Williams) bei … „„Blue Valentine“
von Derek Cianfrance“ weiterlesen
„Nader und Simin – Eine Trennung“ von Asghar Farhadi
Der Film beginnt mit einer Szene vor dem Scheidungsrichter. Simin will mit der Familie den Iran verlassen, ihr Mann Nader will sich jedoch in Teheran weiterhin um seinen an Alzheimer erkrankten Vater kümmern – eine Einigung finden sie nicht. Die Scheidung kommt zwar erstmal nicht zustande, doch Simin zieht zu ihren Eltern, Nader bleibt alleine mit Tochter Termeh (Regisseurs-Tochter Sarina Farhadi) zurück … „„Nader und Simin – Eine Trennung“ von Asghar Farhadi“ weiterlesen
„Brownian Movement“
von Nanouk Leopold (Interview)
Der dritte Langfilm der niederländischen Regisseurin Nanouk Leopold ist stark konzeptuell aufgebaut: Es gibt drei Teile, die den Auslöser für den Konflikt, den Ausbruch und eine Ahnung der Möglichkeit zur Bewältigung zeigen. Die Teile sind entsprechend des psychischen Zustands der Figuren an mehr oder weniger unterschiedlichen Umgebungen angesiedelt … „„Brownian Movement“
von Nanouk Leopold (Interview)“ weiterlesen
„Schlafkrankheit“ von Ulrich Köhler (Interview)
Für Ebbo, einen deutschen Entwicklungshelfer, der jahrelang in Afrika gearbeitet hat, wird die Rückkehr in die alte Heimat zunehmend schwierig … „„Schlafkrankheit“ von Ulrich Köhler (Interview)“ weiterlesen



















