Der Wixxer unwixxig

Heute war die Pressevorführung zum zweiten Wixxer-Film, danach gab es noch eine große Pressesause mit den Beteiligten Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Christiane Paul, Helmut Zerlett u.a. Nachdem ich mir den ersten geschenkt hatte, weil ich dachte, dass ist eh nur deutsches TV-Comedy Format fürs Kino aufgeblasen, bin ich diesmal hingegangen, obwohl es tatsächlich genau das Befürchtete ist …

 

Man muss kein Leslie Nielsen Fan sein, um diese Edgar-Wallace-Verfilmung-Parodie um ein vielfaches lahmer zu finden. Ähnlichkeiten in zotischem Herrenwitz-Humor und abgestandenen Schwulenwitzen (ok, frische Schwulenwitze wären auch nicht besser) findet man, aber das ist alles so unglaublich träge und drittklassik inszeniert, dass man sich wundern muss. Nichts stimmt hier: Das Thempo lässt einem Zeit, den Darstellern zu soufflieren – den Witz, der da angeschlichen kommt, hat man da natürlich schon längst abgefangen. Außerdem muss man sich über auf die Story gepappte Gags ärgern und im Abspann Drehpannen zu zeigen fände wohl auch meine Oma etwas altbacken. Dass dann im selben Abspann die Darsteller zusammen mit Madness ihre ‚Theme‘, die kein einziges mal zuvor zu hören war, runterträllern, zeigt nur ein weiteres mal, dass man hier nicht gewillt war, die dürftigen Einfälle, die man hatte, in ein funktionierendes Ganzes zu verwandeln, sondern nur die Effekte abzugreifen. Aber Effekte alleine greifen eben nicht. Hier wurden wieder mal vollkommen lieblos Millionen von Euro verbraten, wahrscheinlich ordentlich subventioniert. Das kleine Buffett im Anschluss war auch keine adäquate Entschädigung.
(Bundesstart: 15.3.2007)