„11th Hour“ von Leila Conners Petersen & Nadia Conners

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Ein allumfassender Blick auf die ökologischen Probleme unseres Planeten untermauert von zahlreichen Interviews mit Wissenschaftlern und anderen Fachleuten in atemlosen Tempo …

Leonardo DiCaprio präsentiert diesen ökologischen Rundumschlag, ist der Erzähler aus dem Off und redet manchmal auch vor Naturkulisse. Daneben füttert der Film im Fahrwasser von Al Gores „Eine unbequeme Wahrheit“ den Zuschauer mit unzähligen Interviews, liefert Zahlen und Schaubilder zur aktuellen Umweltsituation und mahnt eindringlich: Es ist fünf vor zwölf – wenn wir jetzt nichts tun, ist es zu spät. Der Film kommt ohne Dramaturgie aus und reiht hastend Thema an Thema, so dass man nicht wirklich in die Tiefe geht. Überwältigen heißt die Methode, die für ein erstes Wachrütteln sicher wirkungsvoll ist. Man kann es aber auch auf Dauer ermüdend finden, mit Zahlen bombardiert und mit Bildern – abwechselnd unberührte und zerstörte Natur – berieselt zu werden: „Koyaanisqatsi“ mit Textfluss. Das ist gewiss nicht als Kompliment gemeint.