Mit „Houdini“ widmet sich Jason Lutes dem legendären Entfesselungskünstler … Bereits in seinem Album „Narren“ kam er vor, hier webt Lutes die Geschichte des Zauberers raffiniert in die Vorbereitungen zu einem seiner beeindruckenden Vorführungen ein. Der Band wird als Graphic-Novel vermarktet, das sieht Carlsen ja nicht so eng. Die Geschichte wirkt allerdings eher wie eine Novelle im Sinne des deutschen Wortes, nicht wie eine Novel, was ja hierzulande ein Roman wäre. Sowohl die Erzählzeit als auch die erzählte Zeit ist kurz. Das macht aber nichts, denn der Spannungsbogen legt sich schwungvoll über die Story. Das Schelmenstück hat Nick Bertozzi in klaren, kontrastreichen Zeichnungen illustriert.
(Carlsen)


