Jiro Taniguchi ist hierzulande inzwischen bestens bekannt als Autor sensibler Geschichten über das Leben, das Alter und die verflogene Jugend … Mit „Träume von Glück“ erscheint jetzt ein Band um ein kinderloses Ehepaar. In drei miteinander verbundenen Geschichten erzählt Taniguchi von dem Verlust des Hundes, der Neuanschaffung einer Katze und schließlich dem Besuch der Nichte, die von zu Hause getürmt ist. Thematisch fühlt man sich mitunter etwas unterfordert. Was er dennoch schafft wie kaum ein anderer, ist die Vermittlung der Gefühle seiner Protagonisten ohne dramatische Effekte. In der letzten Geschichte geht es dennoch etwas dramatischer zu: Ein Bergsteiger – auch ein bekannter Topos bei Taniguchi – findet durch die Gründung einer Familie scheinbar zur Ruhe, doch innerlich ruft der Berg nach wie vor …
(Carlsen)


