Herbert Achternbusch war mit seinen experimentellen Spielfilmen immer ein Außenseiter des Neuen Deutschen Films … Dass seine barivarischen Betrachtungen und sein hölzerner Humor zwischen Karl Valentin und frühem Fassbinder seinerzeit in die Kinos fanden, ist heute kaum noch zu glauben. Immerhin gab es im letzten Sommer beim Münchener Filmfest eine Retrospektive, die diesen Einzelkämpfer würdigte. Und nun die DVD-Box „5 Filme“ mit seinem poetischen Debüt „Das Andechser Gefühl“, der Groteske „Die Atlantikschwimmer“, dem in Österreich immer noch verbotenen Jesus-Film „Das Gespenst“, mit „Die Olympiasiegerin“ und seinem Amerikafilm „Hick’s last stand“, aber leider ohne „Bierkampf“. Das ist heute in seiner hermetischen Skurilität und Verschrobenheit teils schwer goutierbar. Trotzdem dokumentiert diese Box angemessen Achternbuschs Widerstand gegen filmische Handwerker und den gleich- und weichgeschalteten bundesdeutschen Filmbetrieb seiner Zeit. Dokus und Interviews ergänzen die Filmsammlung.
(Pierrot le Fou)


