Walther Ruttmann, einer der bedeutendsten Vertreter des Absoluten Films, hat in den frühen 20er Jahren mit seinen Experimenten mit rhythmischen Form- und Farbenspielen die Filmkunst bis hin zu der Ästhetik der Videoclips beeinflusst … 1927 drehte er dann einen ersten Langfilm, der mit konkreten Bildern von Berlin eine filmische „Sinfonie der Großstadt“ erschuf, mit einer raffinierten Montage und teils waghalsigem Schnitttempo. Der Vorwurf des reinen Formalismus und der Gleichmacherei traf ihn nicht nur hier, sondern auch in dem folgenden Film „Melodie der Welt“. Tatsächlich ließ ihn gerade diese Interesselosigkeit an den Inhalten später leider zum Werkzeug der Faschisten werden. Die Doppel-DVD vereint die beiden Langfilme, die frühen Experimentalfilme und Werbefilme aus den 20er Jahren und ein Hörspiel, das die Musique Concrète vorwegnimmt. Ein Rom-Bereich und das Booklet liefern historische Hintergründe.
(Edition Filmmuseum)


