„Pink“ von Rudolf Thome

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Die junge Dichterin Pink (Hanna Herzsprung) ist ein Shooting Star. Auch privat liegen ihr mehrere Männer zu Füßen … Endlich will sie sich für einen entscheiden … „In einer halben Stunde ist das Essen fertig“. So gewöhnlich endet ein Film, dessen Plot doch so ungewöhnlich und spektakulär anmutet, ja beinahe märchenhaft. Aber die Erzählweise von Rudolf Thome („Rote Sonne“) ist auch in seinem neuen Film bei allen sonderbaren Wendungen der Handlung ganz der Feier des Alltäglichen gewidmet. Dieser Spagat zwischen haarsträubender Story und der ruhigen Betrachtung scheinbarer Nebensächlichkeiten kennzeichnet seit 40 Jahren die Filme von Thome. Das ist ein eigenwilliger Realismus, der auf seine leise und unkonventionelle Art aber sehr beglückend sein kann. Und wesentlich charmanter, als „Lila Lila“ (noch ohne Starttermin), ein Film in dem Hanna Herzsprung die Freundin eines jungen Schriftstellers mit plötzlichem Erfolg spielt. Bei so viel Klischee weiß man wieder, was man an Thomes unkonventionellem Kino hat.
(Bundesstart: 20.8.2009)