„Ein Frühling in Tschernobyl“ von Emmanuel Lepage

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Das klingt etwas zynisch – „Ein Frühling in Tschernobyl“. Tatsächlich ist der neue Comic von Emmanuel Lepage alles andere als Zynisch: Lepage macht sich mit Kollegen auf, um rund 25 Jahre nach der Reaktor-Katastrophe die Zustände im verstrahlten Sperrgebiet um Tschernobyl zu dokumentieren, erkundet die zugewachsenen Städte, die deformierte Natur und trifft Menschen in der Umgebung. Mit diesem dokumentarischen Comic liefert Lepage ein eindrucksvolles Bild einer vergessenen Landschaft, die vom schleichenden Tod befallen ist „„Ein Frühling in Tschernobyl“ von Emmanuel Lepage“ weiterlesen

„Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern“
von Peter Liechti (INTERVIEW)

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Sie sind fast 90 Jahre alt und seit über 60 Jahren verheiratet. Die Eltern des Filmemachers Peter Liechti scheinen aber kaum Gemeinsamkeiten zu haben. Um ihnen, ihrem gemeinsamen Leben und ihrem Verhältnis zu ihren beiden Kindern näher zu kommen, begleitet Liechti ihren Alltag, während er intime Interviews mit ihnen als Puppenspiel re-inszeniert. „„Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern“ von Peter Liechti (INTERVIEW)“ weiterlesen

„The Act of Killing“ von Joshua Oppenheimer

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Eine idyllische Berglandschaft mit Wasserfall: Adrett gekleidete junge Frauen tänzeln durch die Landschaft und singen ein Lied. Dann wird einem alten Mann in schwarzem Anzug eine Medaille verliehen. Denjenigen, die diese Medaille überreichen, sind Drahtschlingen um ihre Hälse gelegt. Und sie sagen zu dem Mann: „Wir danken dir, dass du uns umgebracht hast … wir danken dir tausendfach“. „„The Act of Killing“ von Joshua Oppenheimer“ weiterlesen

„Kongo“ von Christian Perrissin & Tom Tirabosco

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Joseph Conrads „Herz der Finsternis“ wurde vielfach adaptiert. Am bekanntesten ist sicherlich Francis Ford Coppolas Übertragung des Stoffs von der Zeit der Kolonialisierung auf den Vietnamkrieg in „Apocalypse Now“. Zuletzt nutzte Ulrich Köhler den Stoff, um in seinem Film „Schlafkrankheit“ einen Entwicklungshelfer dabei zu beobachten, wie er sich in der Fremde wandelt und sich schließlich in ihr verliert. Christian Perrissin und Tom Tirabosco erzählen nun von Conrads Reise in den Kongo, ohne Handlungsort oder -zeit zu wechseln. „„Kongo“ von Christian Perrissin & Tom Tirabosco“ weiterlesen

„Auf dem Drahtseil“ von James Vance & Dan E. Burr

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„Auf dem Drahtseil“ ist das lang erwartete Sequel von „Kings of Disguise“. 1988 legten der Autor James Vance und der Zeichner Dan E. Burr die Geschichte um den 13-Jährigen Freddie Bloch, der – nachdem seine Familie Stück für Stück zerfällt – auf der Straße landet und sich gemeinsam mit dem Hobo Sam auf die Suche nach seinem Vater macht. Nicht nur, wenn sie Arbeiteraufstände in Detroit erleben, wird die Geschichte aus der Zeit der Großen Depression von politischen Themen durchdrungen. Der Band erhielt zahlreiche Auszeichnungen und gilt als Meilenstein in der Comicgeschichte. „„Auf dem Drahtseil“ von James Vance & Dan E. Burr“ weiterlesen

„Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“
von Aron Lehmann (Interview)

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Er ist nach dem ersten Drehtag in der bayerischen Provinz bester Dinge, da erfährt Regisseur Lehmann, dass die Finanzierung komplett wegbricht. Für sein historisches Drama bedeutet das eigentlich das Aus. Doch Lehmann hält einen Teil der Crew mit seiner Vision, den Film mit der Kraft der Fantasie zu realisieren … „„Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“ von Aron Lehmann (Interview)“ weiterlesen

„Das Glück der großen Dinge“
von Scott McGehee und David Siegel

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Susanna, eine alternde Rock-Ikone (Juliane Moore), und der Kunsthändler Beale (Steve Coogan) trennen sich. Endlich hört die ewige Streiterei auf. Doch die sechsjährige Maisie (Onata Aprile) hat unter der Trennung ebenso sehr zu leiden. Denn die Egomanen führen ihren Scheidungskrieg auf dem Rücken des Kindes aus … „„Das Glück der großen Dinge“ von Scott McGehee und David Siegel“ weiterlesen

Kurzfilmprogramm „Tanzende Bilder“ am 19.7.2013

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Am Freitag, dem 19.7. läuft im Filmforum NRW in Köln zum feierlichen Abschluss der Reihe „Filmmusik – Meilensteine und Experimente“ um 20 Uhr das von mir zusammengestellte Filmprogramm „Tanzende Bilder – Vom Absoluten Film zum Musikclip“. Vorneweg eine Einführung von mir zu den Filmen.

Mit Kurzfilmen von Hans Richter, Fernand Léger, Len Lye, Peter Kubelka, John Whitney, Kenneth Anger, Holger Hiller, Michel Klöfkorn, Oliver Husain, Carsten Nicolai.

Danach Konzert Schlammpeitziger. Ein Konzert zum 20-jährigen Bestehen, mit Musikvideos von Ulrike Göken und Jo Zimmermann
Anschließend: Capatazz Party mit Korkut Elbay und Christian S (Cómeme)

„Layla Fourie“ von Pia Marais (Interview)

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Pia Marais‘ letzter Film „Im Alter von Ellen“ war eine symbolträchtige Odyssee der Protagonistin auf der Suche nach einem Weg und vielleicht auch einem Ziel für ihr Leben. Ihr neuer Film begleitet ebenfalls eine Frau in ihren 30ern, ist aber trotz aller konstruierten Zufälle deutlich mehr dem Realismus geschuldet … „„Layla Fourie“ von Pia Marais (Interview)“ weiterlesen

Jens Harder: Die Weltgeschichte als Comic

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Jens Harder gehört zu den bedeutendsten Comic-Künstlern unserer Zeit. Auf über 1000 Seiten zeichnet er die Entstehung der Welt – vom Urknall bis in die Zukunft. Eigentlich entspricht Jens Harders Galopp durch die Jahrmillionen ja der Schnelligkeit unserer Zeit. Aber er zeichnet ganz altmodisch im Alleingang mit Stift auf Papier und macht das Projekt zu seinem Lebenswerk. In Zeiten von Facebook und Twitter, von kurzen Posts und noch kürzeren Kommentaren auf aktuelle Mikroereignisse wirkt das wie ein Anachronismus … weiterlesen

„Laurence Anyways“ von Xavier Dolan

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Hat Xavier Dolan mit 23 Jahren sein Opus Magnum abgeliefert? „Laurence anyways“ ist knapp drei Stunden lang, hat mit Nathalie Bayle erstmals einen Star auf der Besetzungsliste und geht mit den von Dolan bekannten extrovertierten Stilmitteln erstmals auch inhaltlich ein großes Thema an, das jenseits von pubertären Gefühlsdramen existentielle Fragen aufwirft … „„Laurence Anyways“ von Xavier Dolan“ weiterlesen

„Mutter und Sohn“ von Călin Peter Netzer

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Cornelia gehört der rumänischen Oberschicht an. Mit Pelzmantel und BMW kutschiert sie durch die Gegend, und sie benimmt sich so, als gehörte ihr die Welt. Die erfolgreiche Architektin ist es gewöhnt, dass sich alles nach ihr richtet. Ihr Mann ist längst weg, zu spüren bekommt ihr Verhalten jetzt ihr Lebensgefährte und immer noch ihr schon lange erwachsener Sohn … „„Mutter und Sohn“ von Călin Peter Netzer“ weiterlesen