Ausgerechnet „Good Vibrations“ heißt ein Film über einen DJ im Nordirland der Siebziger, der inmitten der Straßenkämpfe Reggae und Punk auflegt.
„Nymphomaniac“ von Lars von Trier
Am 1. März ist der französische Nouvelle Vague-Regisseur Alain Resnais im Alter von 91 Jahren gestorben. Gerade noch hatte er, ebenso wie Lars von Trier, seinen neuen Film auf der Berlinale gezeigt. „„Nymphomaniac“ von Lars von Trier“ weiterlesen
„Mittsommernachtstango“ von Viviane Blumenschein
Zu Beginn erzählt Aki Kaurismäki, die Finnen hätten den Tango erfunden. Eine steile These, der die deutsche Dokumentarfilmerin Viviane Blumenschein in “Mittsommernachtstango“ auf den Grund geht.
„Love Steaks“ von Jakob Lass (INTERVIEW)
Der schüchterne, freundliche Clemens (Franz Rogowski) fängt gerade als Masseur in dem Ostseehotel an, die temperamentvolle Lara (Lana Cooper) arbeitet hier schon länger in der Küche. Nicht nur Laras Alkoholproblem bringt ungeahnte Dynamik in die Annäherung der beiden, die unterschiedlichen Charaktere kollidieren auch so heftig. „„Love Steaks“ von Jakob Lass (INTERVIEW)“ weiterlesen
„Beltracchi – Die Kunst der Fälschung“ von Arne Birkenstock (INTERVIEW)
Gut gelaunt erzählt der verurteilte Wolfgang Beltracchi in seinem Anwesen in Südfrankreich, wie er zum Gemäldefälscher wurde. Dass er damit viel Geld verdient hat, sieht man im Bildhintergrund. „„Beltracchi – Die Kunst der Fälschung“ von Arne Birkenstock (INTERVIEW)“ weiterlesen
„Mister X“ von Dean Motter
Mitte der 1980er-Jahre herrschte eine Aufbruchsstimmung in der Comic-Szene, die Underground und Mainstream für eine kurze Zeit auf ähnliche Weise erfasste: Alan Moore, Frank Miller und andere stellten im Mainstream verrückte Dinge an, während in Art Spiegelmans Comic-Magazin Raw so ziemlich jeder, der damals im Underground an der Erweiterung und Verfeinerung der Comic-Sprache arbeitete, veröffentlichte. „„Mister X“ von Dean Motter“ weiterlesen
„Stromberg – Der Film“ von Arne Feldhusen (Interview)
Der der britischen Sitcom „The Office“ nachempfundene deutsche Serienerfolg „Stromberg“ erweitert sich mit dem ersten Kinofilm nicht nur medial, sondern geht folgerichtig auch inhaltlich aus dem Büro: Stromberg (Christoph Maria Herbst) reist mit seiner Abteilung zum Firmenfest. Dort geht es – wie sich das gehört – drunter und drüber. „„Stromberg – Der Film“ von Arne Feldhusen (Interview)“ weiterlesen
„Le Passé – Die Vergangenheit“ von Ashgar Farhadi
Seine Filme wirken generell so unaufdringlich und beiläufig, dass man kaum wahrnimmt, auf was für eine Reise sie den Zuschauer nehmen. Es sind ganz alltägliche Szenen, die in ihrer Gesamtheit zu einer Art Wahrheitsfindungskrimi werden. Aber nicht nur das Aufdecken der Wahrheit wird in den Filmen minutiös begleitet, auch die Entstehung der Lüge erfährt eine genaue Analyse. „„Le Passé – Die Vergangenheit“ von Ashgar Farhadi“ weiterlesen
„Only Lovers left alive“ von Jim Jarmusch
Jim Jarmusch war noch nie ein großer Storyteller. Schon in seinem Debüt „Permanent Vacation“ sah man in langen Einstellungen, wie der Protagonist durch öde, postindustrielle Brachen New Yorks flaniert. 33 Jahre später hat sich daran nicht viel geändert „„Only Lovers left alive“ von Jim Jarmusch“ weiterlesen
„Blau ist eine warme Farbe“ von Abdellatif Kechiche
Noch bevor Anfang 2014 Lars von Trier mit seinem lang erwarteten „Nymphomaniac“ die Möglichkeiten der Darstellung von Sex im Kinofilm ausloten wird, hat Abdellatif Kechiche („Couscous mit Fisch“) mit „Blau ist eine warme Farbe“ die Messlatte nach oben gelegt. „„Blau ist eine warme Farbe“ von Abdellatif Kechiche“ weiterlesen
„Inside Llewyn Davis“ von Ethan & Joel Coen
Mit Gitarrenkoffer unter dem Arm streunt Llewyn Davis durch das winterliche New York der 60er Jahre. Eine feste Bleibe hat der Musiker nicht, ein geregeltes Auskommen auch nicht. Davis bewegt sich in jener New Yorker Bohème, die ihre linken Ideale mit Rootsmusik vertreten will. „„Inside Llewyn Davis“ von Ethan & Joel Coen“ weiterlesen
„Ein Frühling in Tschernobyl“ von Emmanuel Lepage
Das klingt etwas zynisch – „Ein Frühling in Tschernobyl“. Tatsächlich ist der neue Comic von Emmanuel Lepage alles andere als Zynisch: Lepage macht sich mit Kollegen auf, um rund 25 Jahre nach der Reaktor-Katastrophe die Zustände im verstrahlten Sperrgebiet um Tschernobyl zu dokumentieren, erkundet die zugewachsenen Städte, die deformierte Natur und trifft Menschen in der Umgebung. Mit diesem dokumentarischen Comic liefert Lepage ein eindrucksvolles Bild einer vergessenen Landschaft, die vom schleichenden Tod befallen ist „„Ein Frühling in Tschernobyl“ von Emmanuel Lepage“ weiterlesen
„Tore tanzt“ von Katrin Gebbe (Interview)
Tore gehört zu den so genannten Jesus Freaks. Als er sich mit seiner Gruppe überwirft, nimmt ihn eine Familie auf, die in einem Schrebergarten wohnt. Der Vater terrorisiert die Familie und zunehmend auch Tore. Doch Tore bleibt und erduldet die Demütigungen und gewaltätigen Übergriffe. „„Tore tanzt“ von Katrin Gebbe (Interview)“ weiterlesen
„Scherbenpark“ von Bettina Blümner (Interview)
Die temperamentvolle Sascha lebt in einer Hochhaussiedlung – genannt „Scherbenpark“. Dort muss sie sich nicht nur mit einem Haufen Idioten herumschlagen, sie muss auch mit dem Tod ihrer alleinerziehenden Mutter zurechtkommen. „„Scherbenpark“ von Bettina Blümner (Interview)“ weiterlesen
„Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern“ von Peter Liechti (INTERVIEW)
Sie sind fast 90 Jahre alt und seit über 60 Jahren verheiratet. Die Eltern des Filmemachers Peter Liechti scheinen aber kaum Gemeinsamkeiten zu haben. Um ihnen, ihrem gemeinsamen Leben und ihrem Verhältnis zu ihren beiden Kindern näher zu kommen, begleitet Liechti ihren Alltag, während er intime Interviews mit ihnen als Puppenspiel re-inszeniert. „„Vaters Garten – Die Liebe meiner Eltern“ von Peter Liechti (INTERVIEW)“ weiterlesen
„Jung & schön“ von Francois Ozon
Isabelle (Marine Vacth) verbringt mit ihrer Familie den Urlaub am Meer. Kurz vor ihrem 17. Geburtstag macht sie am Strand ihre ersten sexuellen Erfahrungen mit einem deutschen Jungen. Es geht alles ganz schnell: Romantisch ist das nicht, und Spaß macht es auch nicht. „„Jung & schön“ von Francois Ozon“ weiterlesen
„The Act of Killing“ von Joshua Oppenheimer
Eine idyllische Berglandschaft mit Wasserfall: Adrett gekleidete junge Frauen tänzeln durch die Landschaft und singen ein Lied. Dann wird einem alten Mann in schwarzem Anzug eine Medaille verliehen. Denjenigen, die diese Medaille überreichen, sind Drahtschlingen um ihre Hälse gelegt. Und sie sagen zu dem Mann: „Wir danken dir, dass du uns umgebracht hast … wir danken dir tausendfach“. „„The Act of Killing“ von Joshua Oppenheimer“ weiterlesen
„Kongo“ von Christian Perrissin & Tom Tirabosco
Joseph Conrads „Herz der Finsternis“ wurde vielfach adaptiert. Am bekanntesten ist sicherlich Francis Ford Coppolas Übertragung des Stoffs von der Zeit der Kolonialisierung auf den Vietnamkrieg in „Apocalypse Now“. Zuletzt nutzte Ulrich Köhler den Stoff, um in seinem Film „Schlafkrankheit“ einen Entwicklungshelfer dabei zu beobachten, wie er sich in der Fremde wandelt und sich schließlich in ihr verliert. Christian Perrissin und Tom Tirabosco erzählen nun von Conrads Reise in den Kongo, ohne Handlungsort oder -zeit zu wechseln. „„Kongo“ von Christian Perrissin & Tom Tirabosco“ weiterlesen
„Finsterworld“ von Frauke Finsterwalder (Interview)
Frauke Finsterwalder hat bislang Dokumentarfilme gedreht. Zusammen mit ihrem Mann Christian Kracht hat sie das Drehbuch für ihren ersten Spielfilm „Finsterworld“ geschrieben. Der Film entfaltet ein skurriles Figurenarsenal in einem unwirklichen Deutschland „„Finsterworld“ von Frauke Finsterwalder (Interview)“ weiterlesen
Animation im Dokumentarfilm – Mehr als eine Krücke
Dokumentarfilme sind nicht erfunden, sondern „gefunden“: Sie dokumentieren einen Ausschnitt der Wirklichkeit. Ist es da nicht eine Art Fahnenflucht, wenn Dokumentarfilmer ihre Bilder nicht mehr mit der Kamera dem wirklichen Leben entlehnen, sondern sie per Animation erschaffen?





















