Schnarchnase auf der digitalen Autobahn

Was habe ich eigentlich im Internet zu suchen? Als alter Print-Heini, wie ich mich im letzten Post auch noch ohne schlechtes Gewissen zu outen traue? Zu langsam, definitiv: Auf das Upload-Magazin weise ich als 19ter und bislang Letzter hin – der erste Pingback stammt vom 4.6., meiner ist vom 15.6. Elf Tage, das sind umgerechnet in Bloggo-Zeit ca. 111 Tage. Hm… was tun? Besserung geloben oder Protesthaltung einnehmen? Hab schließlich noch anderes zu tun, Familie will ernährt sein usw. Und demnächst kommts noch schlimmer: Ich fahre führ 19 ungehörige Tage in internetfreien Urlaub – wo gibt’s denn noch sowas? Gammler!

Kleiner Dank an treue Leser: Ich war und bin noch fleißig und schreibe vor. Für 2-3 Posts pro Woche sollte es reichen (mit der Aktualität ist’s dann aber natürlich auch nicht weit her).

PDF Magazin zu Abmahnungen in Bloggerhausen

Wahrscheinlich bin ich zu sehr dem Print-Medium verhaftet. Die steigende Anzahl von PDF-Magazinen habe ich jedenfalls nur am Rande mitbekommen. Das jüngst von Jan Tißler gestartete Magazin Upload scheint vor allem für Blogger interessant zu sein. Im Untertitel nennt es sich „Magazin für digitales Publizieren“ und beschäftigt sich auf 41 Seiten mit dem aktuellen Thema „Abmahnung“. Interviews mit Abgemahnten, Abmahnern und vieles mehr beleuchten das leidige Thema von allen Seiten. Das Magazin kann man hier kostenlos downloaden, eine Anmeldung ist allerdings erforderlich.

„Death Proof“ von Quentin Tarantino

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PC-Exploitation

Ein paar flüchtige Gedanken zum neuen Film „Death Proof – Todsicher“ von Quentin Tarantino, den ich vor drei Tagen in einer Pressevorführung sehen konnte. Kurz zur Einführung: Tarantino und Rodriquez haben im Stil von trashigen 70er Jahre Doublefeatures zwei kürzere Filme gemacht, die im Doppelpack in die US-Kinos kamen, verbunden durch ebenfalls von Tarantino und Rodriguez inszenierten Trailern zu fiktiven Filmen …

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Afel Bocoum & Alkibar: „Niger“
Bassekou Kouyate & Ngoni ba: „Segu Blue“

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Musik aus Mali 

Das erste mal wurde ich vor zwei Jahren durch den ersten Teil der „Golden Afrique“- Compilationreihe auf Musik aus Mali aufmerksam. Dort wurde auf zwei CDs vorwiegend Musik aus dem Nordwesten Afrikas, aus Mali, dem Senegal, Gambia, der Elfenbeinküste, Guinea etc. aus den Jahren 1971 bis 1983 vorgestellt (Inzwischen gibt es zwei weitere Teile der liebevoll zusammengestellten Reihe des Labels Network mit Musik aus den südlicheren Ländern Afrikas: Jive, Rumba und anderes). Zwei aktuelle Platten künden momentan überzeugend von der heute noch großartigen Musiklandschaft in Mali … 

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Persepolis Film gefeiert

Die Knalltüten in der iranischen Regierung sollen sich mal schön empören und protestieren, ich freue mich über den großen Erfolg von Persepolis in Cannes: Der Preis der Jury geht dieses Jahr an Marjane Satrapi. Und außerdem noch an den von mir so geschätzten Carlos Reygadas (Rezensionen seiner Filme hier und hier). Sehr schön! 

Blog-Doping

Wenn ich gedopt wäre, könnte ich täglich 10 Posts oder mehr bloggen. Das wäre toll …

Persepolis Film

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Freudige Überraschung: Zwischen all den Superhelden-Verfilmungen war tatsächlich noch Platz für eine Verfilmung von Marjane Satrapis „Persepolis“-Comic (nicht verwechseln mit dem Dokumentarfilm „Glory of Persepolis“, der iranischen Antwort auf „300„). Die mehrbändige (Kurzrezensionen auf Tiefkultur hier und hier), autobiografische Erzählung über ihre Kindheit im Iran und später im französischen Wiener Exil war bereits als Buch ein sagenhafter Überraschungserfolg – sogar in der Comic-Brache Deutschland. Der Zeichentrickfilm läuft gerade in Cannes und wird sehr positiv aufgenommen. Im französischen Original sprechen unter anderem Catherine Deneuve und ihre Tochter Chiara Mastroianni. Im Juli startet er in Frankreich an, und die Chancen, dass der Film auch in Deutschland zu sehen ist, stehen besser als man denkt, da Sony Classics als Verleih gewonnen werden konnte. Der Trailer läßt auf gute, unterhaltsame wie politisch ambitionierte Comic-Kunst schließen – schließlich ist Satrapi persönlich zusammen mit ihrem Co-Regisseur Vincent Paronnaud verantwortlich für das Projekt. Die offizielle Seite ist hier. Und wo ich schon in Verlinklaune bin: Da ist Satrapis Blog.

Hergé galore

Für den Fall, dass es nicht eh schon alle gelesen haben (Spiegel-Online-Texte verlinken ist ja nicht gerade ‚Underground‘): Ein Interview mit Michael Farr, dem Autor von „Auf den Spuren von Tim & Struppi“, der faktenreich den Leser erschlagenden Abhandlung über Hergé, findet man hier. Die sind zwar nicht gerade am Zahn der Zeit, denn der Band ist schon im Februar erschienen, aber da er wiederum schon vor einem Jahr angekündigt wurde, ist das jetzt auch egal. Außerdem: Gutes Buch, profunde Wissensansammlung und nicht unkritisch. Erschienen bei Carlsen, wo sonst … 

Björk: „Volta“

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Warum Björk nicht prätentiös ist

Was haben Björk und Joanna Newsom gemeinsam? Neben einer gewissen prätentiösen Stimmlage und einem Hang zu ausufernden Songformaten sicherlich die Fähigkeit, Menschen sowohl zu größten Liebesbekundungen als auch übelsten Hasstiraden zu verleiten. Bitte einmal kurz im Internet rumsurfen … genau! Die Hassbekundungen erstaunen mich, obwohl mir das Prätentiöse als Kritikpunkt nicht fremd ist. Gegen das Prätentiöse in Form von Progressive Rock wurde Punk erfunden, und das war gut so…

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Die Zimmermänner (Konzert, 7.5.2007, Gebäude 9, Köln)

Vom Marktwert der alten Platten auf ebay sollte man nicht auf seinen aktuellen Marktwert schließen. Das haben die Zimmermänner aber vielleicht gemacht, als sie für ihre Tour in Köln das Gebäude 9 buchten, das dann aber nur sehr luftig gefüllt war. Um genau zu sein: Das Verhältnis Auf-der-Bühne zu Vor-der-Bühne dürfte 1:5 gewesen sein (aber immerhin waren 8 Leute auf der Bühne – Mathematiker, nun legt mal los …).   „Die Zimmermänner (Konzert, 7.5.2007, Gebäude 9, Köln)“ weiterlesen

Second Life

Kleiner Nachtrag zu meinen Gedanken zu Second Life: Hier wird tatsächlich über die ersten Journalisten-Kollegen berichtet, die Fernseh-Nachrichten von und für Second-Life machen. Und zum Thema Gewalt erfährt man: Natürlich  – wie naiv von mir – hat sich hier schon die Mafia eingenistet. Auf der Gossip-Seite zum zweiten Leben – das auch ein Nachtrag zu PR- und Gewinnaktionen in der Parallelwelt – werden derweil digitale Luxuskarossen verlost. Toll! Jetzt muss ich wirklich mal langsam den Sprung wagen – sonst rast noch das echte digitale Leben komplett an mir vorbei.   

Spider-Man 3 …

…angucken hab ich mir geschenkt. Bin ja nicht so der Superhelden-Fan, außer sie kommen von Alan Moore oder Frank Miller. Und auch die Vefilmungen davon sind selten mehr als ein nettes High-Tech-Spektakel – oft weniger. Oder sehe ich das zu schmalspurig? Hab ich was verpasst? 

Ocean of Subculture

Über den einfach-persönlich-Blog von Jörg Petermann bin ich auf diese schöne ‚Landkarte der Online-Communities‘ gestoßen. Demnach wären wir hier auf Tiefkultur im „Ocean of Subculture“, gleich neben der „Sea of Culture“. Gefällt mir: Meerestiefe, Mariannengraben, … tief … graben … 

Verwahrlosung

Die Geschichte klingt exakt wie aus dem Drehbuch zu „Nobody Knows“ des japanischen Regisseurs Hirokazu Kore-eda. Man kann zwar nicht sagen: ‚Wenn die Wirklichkeit die Kunst einholt‘, denn der Film beruhte schon auf einem tatsächlichen Fall – allerdings ereignete der sich in Japan. Wenn sich dann soetwas in Deutschland ereignet, ist es aber doch etwas schockierender. Irgendwie denkt man ja immer noch in vielen Dingen, dass das so hier nicht möglich sei. Verwahrlosung gibts hierzulande aber natürlich auch, und wird es immer häufiger geben. Böses denkt, wer einen Zusammenhang zum Abbau des sozialen Netzes sieht … 

Miranda July

Ich bin ja eh schon ganz großer Miranda July Fan. Ihr Film „Me and you and everyone we know“ war ganz bezaubernd. Ihr Websiten-Projekt   Learning to love you more ist eine ganz großartige soziale Skulptur, die man hippiesk oder kitschig schimpfen kann, die aber Alltagspoesie, Kunst und … ähm, Nächstenliebe wunderbar miteinander verbindet (nehmt Euch Zeit zum stöbern). Die Startseite von Miranda Julys Hauptseite läßt einem das Herz auf ähnliche Art schmelzen.

Und nun finde ich im Blog von Mercedes Bunz den Hinweis auf die ganz fantastische Ankündigung ihres neuen Buches auf ihrer Seite No one belongs here more than you. Wunderbarer Humor. Seufz … 

Aber au weia, die Titel der Seiten sind schon ziemlich hippiemäßig, fällt mir jetzt wieder auf. Trotzdem seufz…