Pierre Grimblats „Slogan“ mit Serge Gainsbourg und Jane Birkin ist ein verwirrendes Werk das sich so gar nicht in die Filmgeschichte fügen will … „Slogan“, frühes Vorbild für den aktuellen Kinofilm „39,90“ bzw. dessen Buchvorlage, erzählt die Liebesgeschichte eines Werbefilmers und einer Britin. Es war Grimblats autobiografische Geschichte und zugleich die Zukunft von Gainsbourg und Birkin, die 1968 durch die Dreharbeiten zum Film zusammenfanden. Mit aberwitzigen Werbeclips versetzt, ist der gesamte Film von einer eigenartig willkürlichen und fahrigen Montage gekennzeichnet, die mindestens interessant ist und sicherlich nicht dem Unvermögen des Regisseurs entspringt, sondern das Sprunghafte wie Rauschhafte und das an der Oberfläche Gleiten von Werbefilmen aufgreift. Die Liebesgeschichte zwischen einem Werbefilmer und einem Modell kommt zwischendurch etwas unter die Räder, aber das stört im Rahmen des visuellen Gesamtkonzept des Films eigenlich kaum. Die Musik stammt natürlich von Gainsbourg, das Drehbuch interessanterweise vom Black-Cinema Helden Melvin van Peebles („Sweet Sweetback’s Baad Asssss Song“).
(Pierrot le Fou)


