Im Vorfeld gab es bereits einen Blog, den Reinhard Kleist während seines Kubaaufenthaltes mit skizzierten und schriftlichen Eindrücken gefüllt hat … Wie zuletzt mit den Internet-Aktionen zu Isabel Kreitz‘ „Die Sache mit Sorge“ – es gab einen animierten Einblick in den Comic und Werkstattberichte der Künstlerin, hat der Carlsen Verlag für Reinhard Kleists neues Album PR-Technisch in die Innovationskiste (zumindest für deutsche Verhältnisse – amerikanische Künstler machen schon länger solche Aktionen) gegriffen. „Havanna – Eine kubanische Reise“ ist ein ähnlicher Genrezwitter wie Craig Thompsons „Tagebuch einer Reise“. In einer Mischung aus Reisebericht und Skizzenbuch verbindet er locker seine Impressionen aus der kubanischen Hauptstadt. Klassische Comicpassagen wechseln sich mit eindrucksvollen großformatigen Aquarellzeichnungen und flüchtigen Skizzen ab. Ein richtiger Lesefluss will – zum Beispiel im Gegensatz zu Guy Delisles Reiseberichten („Pjöngjang“; „Shenzhen“) nicht so recht entstehen.
(Carlsen)


