Louis Malle wird zwar den Erneuerern der Nouvelle Vague zugerechnet, war im Vergleich zu seinen Kollegen aber konventioneller … Seine frühen Filme verbinden – das kann man an Hand der schönen Louis Malle Edition leicht nachprüfen – aber souverän atmosphärische Dichte mit unkonventionellen Stoffe: „Fahrstuhl zum Schafott“ ist ein meisterlicher Film Noir mit dem bekannten Soundtrack von Miles Davis, „Die Liebenden“ ein Plädoyer für die Leidenschaft und gegen die Konvention der Ehe und „Das Irrlicht“ ein Portrait eines Lebensmüden – in allen Filmen spielt Jeanne Moreau. Die turbulente Slapstick-Komödie „Zazie“, sein dritter Film, ist ebenso enthalten. Leider und unpassend findet sich hier noch mit „Eine Komödie im Mai“ ein mäßiges Spätwerk, „Privatleben“ mit Brigitte Bardot wäre wesentlich passender gewesen. Dann wären die ersten fünf Filme von Malle vereint. Aber trotz des Ausrutschers eine sehr gelungene Edition, zusätzlich mit Dokus, Interviews und einem Kurzfilm von 1962
(Pierrot le Fou)


