Hergé galore

Für den Fall, dass es nicht eh schon alle gelesen haben (Spiegel-Online-Texte verlinken ist ja nicht gerade ‚Underground‘): Ein Interview mit Michael Farr, dem Autor von „Auf den Spuren von Tim & Struppi“, der faktenreich den Leser erschlagenden Abhandlung über Hergé, findet man hier. Die sind zwar nicht gerade am Zahn der Zeit, denn der Band ist schon im Februar erschienen, aber da er wiederum schon vor einem Jahr angekündigt wurde, ist das jetzt auch egal. Außerdem: Gutes Buch, profunde Wissensansammlung und nicht unkritisch. Erschienen bei Carlsen, wo sonst … 

„Joe Strummer – The Future is unwritten“ von Julien Temple

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This is England

Leben und Musik des britischen (Punk-)Rock-Stars werden lebendig in einer vielseitigen Dokumentation von Julien Temple, des Chronisten des britischen Punk …

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(Bundesstart: 24.5.2007)

zuerst erschienen in choices 5/07) 

 Der Soundtrack zu Julien Temples Joe Strummer-Biografie versammelt übrigens neben Musik von Strummer und dessen Inspirationsquellen auch seine einer Radioshow entnommenen Kommentare zu den Tracks, die auch in Temples Doku zu hören sind. An Musik gibt es Clash-Stücke, Solo-Songs, aber auch Gutes von Tim Hardin, MC 5, Eddie Cochrane, Woody Guthrie, Nina Simone u.a. findet sich hier. Und das fantastische „Crawfish“ von Elvis.
(Sony, VÖ: 11.5.2007)

„Bamako“ von Abderrahmane Sissako

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Weltgericht

In einem Hof in Malis Hauptstadt Bamako versammeln sich Richter, Anwälte, Zeugen und Publikum. Hier soll die Zivilklage des Volks von Mali gegen den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank stattfinden …

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(Bundesstart: 1.2.2007) 

Zuerst erschienen in choices 05/07

„Der große Ausverkauf“ von Florian Opitz (Interview)

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Ohne Daseinsvorsorge

Privatisierung in der Welt: Die Eisenbahn in England, Strom in Südafrika, Wasser in Bolivien, das Gesundheitswesen auf den Philippinen. Der Kapitalismus erreicht die Grundversorgung und produziert Armut. Pünktlich zum G8-Gipfel und den damit einhergehenden Protesten kommt ein kritischer Blick auf die Folgen der Globalisierung in die Kinos.

Anfang Juni findet der G8-Gipfel in Heiligendamm statt. Dort werden wieder die mächtigsten Wirtschaftsstaaten über die Lage der Welt diskutieren und eventuell generös ein paar Schulden erlassen. Dass es damit nicht getan ist, sondern in Zeiten von Liberalisierung und Globalisierung die Ausbeutung der so genannten Dritten Welt strukturell gefestigt ist und von den eigentlich zum Gegenlenken installierten Organisationen wie Weltbank und Internationaler Währungsfonds noch forciert wird, zeigt die Dokumentation von Florian Opitz auf. Anhand von vier Beispielen aus der ganzen Welt demonstriert er, wie der vom Westen an eine Kreditvergabe gekoppelte Zwang zur Privatisierung im Bereich der Daseinsvorsorge, also Gesundheits-, Transport-, Energie- und Wasserversorgung, zunehmend Elend produziert. Opitz liefert unpathetisch mit seinem bedrückenden Film treffende Beispiele für den Verlust der staatlichen Fürsorge.

Interview mit dem Regisseur Florian Opitz …

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Björk: „Volta“

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Warum Björk nicht prätentiös ist

Was haben Björk und Joanna Newsom gemeinsam? Neben einer gewissen prätentiösen Stimmlage und einem Hang zu ausufernden Songformaten sicherlich die Fähigkeit, Menschen sowohl zu größten Liebesbekundungen als auch übelsten Hasstiraden zu verleiten. Bitte einmal kurz im Internet rumsurfen … genau! Die Hassbekundungen erstaunen mich, obwohl mir das Prätentiöse als Kritikpunkt nicht fremd ist. Gegen das Prätentiöse in Form von Progressive Rock wurde Punk erfunden, und das war gut so…

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„Wir werden uns wiederseh’n“ von Stefan Hillebrand und Oliver Paulus

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Die Richtigen

Die beziehungsgeschädigten Frauen Petra und Barbara arbeiten beide in einem Pflegeheim. Als Holger dort eine Stelle antritt, wird es reichlich turbulent. Mit „Wenn der Richtige kommt“ hat das Regisseurpaar Stefan Hillebrand und Oliver Paulus im Jahr 2004 den besten übersehenen deutschen Film gemacht…

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(Bundesstart: 3.5.2007)

zuerst erschienen in choices 05/07

Die Zimmermänner (Konzert, 7.5.2007, Gebäude 9, Köln)

Vom Marktwert der alten Platten auf ebay sollte man nicht auf seinen aktuellen Marktwert schließen. Das haben die Zimmermänner aber vielleicht gemacht, als sie für ihre Tour in Köln das Gebäude 9 buchten, das dann aber nur sehr luftig gefüllt war. Um genau zu sein: Das Verhältnis Auf-der-Bühne zu Vor-der-Bühne dürfte 1:5 gewesen sein (aber immerhin waren 8 Leute auf der Bühne – Mathematiker, nun legt mal los …).   „Die Zimmermänner (Konzert, 7.5.2007, Gebäude 9, Köln)“ weiterlesen

Second Life

Kleiner Nachtrag zu meinen Gedanken zu Second Life: Hier wird tatsächlich über die ersten Journalisten-Kollegen berichtet, die Fernseh-Nachrichten von und für Second-Life machen. Und zum Thema Gewalt erfährt man: Natürlich  – wie naiv von mir – hat sich hier schon die Mafia eingenistet. Auf der Gossip-Seite zum zweiten Leben – das auch ein Nachtrag zu PR- und Gewinnaktionen in der Parallelwelt – werden derweil digitale Luxuskarossen verlost. Toll! Jetzt muss ich wirklich mal langsam den Sprung wagen – sonst rast noch das echte digitale Leben komplett an mir vorbei.   

Spider-Man 3 …

…angucken hab ich mir geschenkt. Bin ja nicht so der Superhelden-Fan, außer sie kommen von Alan Moore oder Frank Miller. Und auch die Vefilmungen davon sind selten mehr als ein nettes High-Tech-Spektakel – oft weniger. Oder sehe ich das zu schmalspurig? Hab ich was verpasst? 

Ocean of Subculture

Über den einfach-persönlich-Blog von Jörg Petermann bin ich auf diese schöne ‚Landkarte der Online-Communities‘ gestoßen. Demnach wären wir hier auf Tiefkultur im „Ocean of Subculture“, gleich neben der „Sea of Culture“. Gefällt mir: Meerestiefe, Mariannengraben, … tief … graben … 

„Junebug“ von Phil Morrison

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Im Hinterland

Madeleine und George sind seit sechs Monaten verheiratet, kennen sich aber noch nicht allzu gut. Eine Geschäftsreise führt Madeleine in Georges Heimat, dessen Familie sie nun kennen lernen will. Es kommt zum Kulturclash zwischen Großstadt und Provinz …

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(Bundesstart: 1.3.2007)

zuerst erschienen in choices 03/07 

„Valerie“ von Birgit Möller (Interview)

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Zwischengeparkt

Valerie ist Model und kommt nach längerer Zeit wieder nach Berlin. Sie steigt in einem Luxushotel ab, eine Auftragsflaute kann sie damit aber nur kosmetisch kaschieren …

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Interview mit Birgit Möller:

Du sagst, für die Themenfindung war ein Bericht über so genannte „Schattenfrauen“ in den USA bedeutend. Waren auch die Filme von Amos Kollek, z.B. „Sue“, der ein ähnliches Frauenschicksal behandelt, Inspirationsquelle für „Valerie“?

Ja, auf jeden Fall habe ich filmische Vorbilder. Dazu gehören auch „Sue“, „Wanda“ oder „Woman under Influence“ … 

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Bobby Conn (Konzert, 23.4.2007, Gebäude 9, Köln)

Gläubig

Ich dachte, irgendwann im Leben muss sich jeder entscheiden, ob er Bobby Conn verehrt oder nicht. Folglich war ich sehr überrascht, als ich bei meiner Ankunft einen ziemlich leeren Saal vorfand. Bobby Conns Stamm-Club in Köln, das charmante, fabrikhallenartige Gebäude 9, sah gegen halb zehn noch relativ verwaist aus …   „Bobby Conn (Konzert, 23.4.2007, Gebäude 9, Köln)“ weiterlesen

Verwahrlosung

Die Geschichte klingt exakt wie aus dem Drehbuch zu „Nobody Knows“ des japanischen Regisseurs Hirokazu Kore-eda. Man kann zwar nicht sagen: ‚Wenn die Wirklichkeit die Kunst einholt‘, denn der Film beruhte schon auf einem tatsächlichen Fall – allerdings ereignete der sich in Japan. Wenn sich dann soetwas in Deutschland ereignet, ist es aber doch etwas schockierender. Irgendwie denkt man ja immer noch in vielen Dingen, dass das so hier nicht möglich sei. Verwahrlosung gibts hierzulande aber natürlich auch, und wird es immer häufiger geben. Böses denkt, wer einen Zusammenhang zum Abbau des sozialen Netzes sieht … 

„Little Children“ von Todd Field

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Wie es hätte sein können

Die Mittelschicht in einem amerikanischen Vorort: Hier kreuzen sich die Wege von frustrierten Ehefrauen, gescheiterten Ehemännern, spießigen Hausfrauen und einem Pädophilen. Hier werden Träume geträumt und begraben …

Mit „Little Children“, nach „In the Bedroom“ der zweite Film von Todd Fields, der auch als Schauspieler arbeitet („Eyes Wide Shut“), beweist der Regisseur, dass er ein Händchen für eine unaufgeregte Milieubeschreibung hat …

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(Bundesstart: 26.4.2007)

zuerst erschienen in choices 04/07